SEVELEN: Nach 43 Jahren im Vorstand verabschiedet

Willi Fenk verlässt den Vorstand der SP Sevelen. 43 Jahre lang amtete er für die Partei. An der Haupt- versammlung wurde kein neues Vorstandsmitglied gewählt. Fenks Aufgaben übernimmt der bestehende Vorstand.

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Präsidentin Pia Linke verabschiedet und ehrt das langjährige Vorstandsmitglied Willi Fenk. (Bild: PD)

Präsidentin Pia Linke verabschiedet und ehrt das langjährige Vorstandsmitglied Willi Fenk. (Bild: PD)

An der Hauptversammlung der SP Sevelen wurden fast alle ­ordentlichen Traktanden sehr schnell abgewickelt. Nur für das Thema Wahl des Vorstandes nahm sich Präsidentin Pia Linke Zeit, denn sie musste Willi Fenk verabschieden. Der überaus engagierte SP-Zeitgenosse tritt als langjähriges Vorstands­mitglied der Sektion Sevelen zurück.

Seit 1974, also seit 43 Jahren, übte er verschiedene Funktionen aus: Aktuar, Präsident, Beisitzer und zuletzt 17 Jahre lang Kassier der SP Sevelen. Zusätzlich war er auch Stimmenzähler, GPK-Präsident der Schulgemeinde, Nationalrats- und Gemeinderatskandidat und vor allem 15 Jahre lang im Kantonsrat.

Fenk setzt sich für neues Betagtenheim ein

Bei der Aufzählung der vielen Aufgaben und Ämter, die Willi Fenk wahrgenommen hat, wurde nochmals bewusst, mit wie viel Herzblut er Sevelen, den Bezirk und den Kanton vertreten hat.

Der Rücktritt aus dem Vorstand bedeutet jedoch nicht, dass er sein politisches Engagement aufgibt. Als Mitglied der Begleitgruppe Betagtenheim setzt er sich für die Realisation des neuen Betagtenheimes ein, eine Herzensangelegenheit. Mit einem verschmitzten Lächeln nennt er noch sein zweites Anliegen, an dem er dranbleiben will: die Nordumfahrung.

Die Präsidentin bedankte sich herzlich für die geleistete Arbeit und überreicht Willi Fenk im Namen der Sektion ein Geschenk. Bei der positiven Gemeinderechnung 2016 gab es Diskussionen über die Verwendung des Ertragsüberschusses und vor allem über die Doppelfunktion eines Gemeinderates als Präsident der Betriebskommission EWS und gleichzeitig als Betriebsleiter EWS mit einer teilzeitlichen Anstellung. Die erste Funktion ist strategischer Natur, die zweite operativer.

Die SP Sevelen findet diese Vermischung äusserst problematisch. Zudem steht die Frage im Raum, ob es zukünftig zwei Arten von Entschädigung der Gemeinderäte gibt, solche mit einer fixen Teilzeitanstellung und solche ohne.

Alle Gemeinden des Sarganserlandes und viele vom Werdenberg haben mit der Pro Senectute eine Leistungsvereinbarung für Haushilfe abgeschlossen. Die SP Sevelen ist der Meinung, dass es an der Zeit ist, ebenfalls eine solche Leistungsvereinbarung zu prüfen, damit auch die Seveler Seniorinnen und Senioren von den Angeboten der Pro Senectute profitieren können. (pd)