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SEVELEN: «Lehrer sein ist wieder sexy»

Die HV des KLV Sektion Werdenberg begann mit humorvollen, auch gewollt provokativen Anmerkungen. Über die Bedeutung von Düften und Geräuschen im Schulunterricht referierte Aromaexpertin Yvonne Scherrer.
Heidy Beyeler

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Eines sei vorweggenommen: Es war eine vergnügliche, humorvolle, informative und bereichernde Begegnung mit vielen Themen an der Hauptversammlung der Sektion Werdenberg des Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes. Themen, die mit der Bildungsoffensive zu tun haben, die zum Schulalltag gehören und mit denen sich die Lehrerschaft politisch auseinandersetzen muss – im Wissen, dass sich der KLV damit dem kantonalen Parlament und dem Bildungsdepartement gegenüberstellt.

Fake-News als Wunschvorstellungen

Mit einer «Parodie», so darf man wohl die einleitende Präsentation der Berichterstattung des Co-Präsidenten nennen, stieg Florian Zäch im Gemeindesaal Sevelen in die Thematik ein. So titelte er einige seiner Fake-News mit: «Lehrpersonen wollen nicht demonstrieren», «Ausfinanzierung der Pensionskasse vom Parlament abgesegnet», «Kindergärtnerinnen im Kanton St. Gallen müssen nicht mehr ‹gratis› arbeiten.» Dann setzte Zäch noch einen drauf mit dem Titel einer fiktiven Zeitung: «Lehrer sein ist wieder sexy» – mit der Begründung, dass «das Ansehen der Lehrpersonen in der Bevölkerung in den letzten Monaten stark gewonnen hat und nur noch knapp hinter jenem der Feuerwehrmänner liegt». Allgemeines Lachen im Publikum war die Folge.

«Dann wäre da auch noch der Lohn…»

Hier wurde Florian Zäch ernst. Die Diskussion um eine allfällige Lohnerhöhung ist – auch nach einigen Jahren – offensichtlich noch nicht vom Tisch. Zäch begründete in seinen Ausführungen die Problematik bei den Lohn­verhandlungen, die durch den Kanton seit langem kategorisch abgelehnt würden. «Die Ausfinanzierungsbeiträge der Pensionskassen steigen weiter, und die Krankenkassenprämien fressen den Stufenanstieg bei einem Lohnzuwachs fast vollends auf.» Empörend sei dies, weil sich Parlament und Regierung nicht an gemachte Versprechen hielten und Gemeinden im Gleichschritt Ertragsüberschüsse verbuchten sowie Steuern senkten. In Sachen Pensionskasse habe nur ein fauler Kompromiss rausgeschaut, «den wir wohl zähneknirschend akzeptieren müssen, um letztlich nicht ganz mit leeren Händen dazustehen».

Ein heisses Eisen nannte Florian Zäch die Situation in Bezug auf die Pausenaufsicht für Kindergärtnerinnen, die nicht als Arbeitszeit gewichtet wird. Es sei nun bedauerlich, dass der KLV deswegen den juristischen Weg gehen müsse.

Nach seinen kritischen Worten erwähnte Florian Zäch zum Abschluss, was ihm aus dem vergangenen Verbandsjahr in positiver Erinnerung geblieben ist: «Die vielen wertvollen Begegnungen, das zahlreiche Erscheinen zur HV und die Pausengespräche.»

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