SEVELEN: Kirchenchor hat sein letztes Lied gesungen

Nach 26 Jahren hat sich der Katholische Kirchenchor, der unter der Leitung von Thomas Nipp stand, im Rahmen eines wunderschönen Abschiedskonzertes nach mehr als 26-jährigem Wirken aufgelöst.

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Mit dem Schlusskonzert haben die Sängerinnen und Sänger und der Chorleiter einen letzten erhebenden Moment geboten. (Bild: PD)

Mit dem Schlusskonzert haben die Sängerinnen und Sänger und der Chorleiter einen letzten erhebenden Moment geboten. (Bild: PD)

Im Frühling 1991 konnte Thomas Nipp als Dirigent für den gerade ent­standenen Katholischen Kirchenchor von Sevelen gewonnen werden. Er studierte zu dieser Zeit in Luzern und war auf der ­Suche nach einem Chor für sein Musikstudium im Fach Chor­leitung.

Die grosse Mitgliederzahl bei der Gründung des Chores reduzierte sich rasch. Übrig blieb der «harte Kern», der mit wenigen Wechseln bis heute bestehen blieb. Einmal pro Woche wurde diszipliniert geprobt.

Thomas Nipp verstand es, mit dem «Laien-Chor» pedantisch an Details zu feilen und so ein beachtliches Niveau zu er­reichen. Nebst dem jährlichen Kirchenchorkonzert wurde an Messen gesungen, aber auch an Adventsfenstern, Hochzeiten und Geburtstagen. Und mehrere Male traten die Seveler im Cäcilien­verband zusammen mit anderen Chören auf.

Jetzt ist für Thomas Nipp der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ­gekommen. «Ein Chor soll dann aufhören, wenn er noch gut klingt», findet der musikalische Leiter. Und gut klang der Kirchenchor, als er am vergangenen Sonntag in der katholischen Kirche von Sevelen sein Abschiedskonzert vor gefüllten Bänken gab. Zu ihrem letzten Konzert luden die Seveler den befreundeten Evangelischen Kirchenchor Sargans-Mels-Vilters-Wangs ein. Die beiden Chöre sangen einige Stücke gemeinsam, andere separat. Und als der kleine Katholische Kirchenchor Sevelen zum Abschluss ­seines 26-jährigen Bestehens «Hart war jener Winter» anstimmte, kam beim Publikum Wehmut auf.

Der Leiter sowie die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors durften für ihren lang­jährigen musikalischen Einsatz den verdienten Dank in Form von grossem Applaus ernten. (pd)