SEVELEN: Für automobile Zukunft gerüstet

Dank steter Optimierung der Betriebsabläufe und dem Einsatz modernster Technologie sieht sich die Autoneum-Gruppe und auch das Produktionswerk in Sevelen für die Veränderung im Fahrzeugmarkt gut aufgestellt.

Thomas Schwizer
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Mario-Martin Kolar (links), Betriebsleiter des Werks Sevelen, und Autoneum-CEO Martin Hirzel blicken – auch dank innovativer Entwicklungen und enger Kooperation mit führenden Autoherstellern auf der ganzen Welt – zuversichtlich in die Zukunft des Unternehmens. (Bilder: Thomas Schwizer)

Mario-Martin Kolar (links), Betriebsleiter des Werks Sevelen, und Autoneum-CEO Martin Hirzel blicken – auch dank innovativer Entwicklungen und enger Kooperation mit führenden Autoherstellern auf der ganzen Welt – zuversichtlich in die Zukunft des Unternehmens. (Bilder: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Während in Nordamerika noch kaum Autos mit Elektroantrieb fahren, machen sie in China bereits einen bedeutenden Anteil aus. Dieser wird dort rasch weiter steigen, ebenso in Europa. Davon ist Martin Hirzel überzeugt. Der CEO der Autoneum-Gruppe zeigte am Medien- und Finanzanalystentag vom Dienstag in Sevelen die Strategie des weltweiten Autozulieferers auf. Autoneum sei bereit für die neue Antriebstechnologie, betonte er.

Man arbeite als Marktführerin eng mit den Kunden – das sind Automobilhersteller in Europa und weltweit – zusammen. Dabei bleibe Autoneum in ihrem Kerngeschäft, der Produktion von Hitze­schildern und Unterböden.

Lösungen für neue ­Herausforderungen

Man erarbeite Lösungen für die Herausforderungen, welche die Ab­lösung der Verbrennungs­motoren durch Elektroantriebe bringt. Autoneum sei dafür sehr gut aufgestellt. Statt den Hitzeschildern bei Verbrennungsmotoren würden bei E-Autos lärmdämmende Schilder und Unterböden noch wichtiger. Einerseits weil die Elektromotoren beim Beschleunigen unangenehm tönen, andererseits weil sie während der ruhigen Fahrt so leise seien, dass die Geräusche der Räder auf der Strasse stören würden. «Autoneum ist Innovationsleader und Experte in der Akustik», betonte der CEO. «Die neue Technologie bietet deshalb für uns sehr grosse Chancen.» Dank der bedeutenden Marktstellung, der innovativen Forschung und Entwicklung und der hochwertigen Produktion sei man für die automobile Zukunft gerüstet. «Wir verlieren keinen Umsatz», so Hirzel.

Ciro Gaudino ist Leiter des Autoneum-Kompetenzzentrums «Neue Mobilität» im Silicon Valley (Kalifornien), das im April 2017 eröffnet worden ist. Er zeigte, wie dieses den Markt beobachtet, forscht und entwickelt. Weitere Fachleute zeigten, wie die Möglich­keiten der Digitalisierung, der sogenannten Industrie 4.0, in der Autoneum-Gruppe genutzt werden. Die Devise laute, damit ­Kosten und Zeit zu sparen. Stichworte waren beispielsweise: Vorausschauend drohende Produktionsunterbrüche erkennen, um teure Maschinenschäden zu vermeiden, Prozesse automatisieren und Maschinen einfacher bedienen. Als Beispiel für Letzteres nannte er die neue Pilotanlage «Combot» im Werk Sevelen ­(siehe Zweittext).

Schliesslich werden bei Autoneum bereits heute 3D-Simulationen eingesetzt, um Produktionsprozesse zu optimieren. Beim Bau der letzten drei Werke habe man damit Fehler minimieren und Kosten sparen können, war zu erfahren. «Wir sind bereit und mitten im Prozess», unterstrich CEO Martin Hirzel seine Zuversicht, dass Autoneum die Chancen des automobilen Technologiewandels nutzen wird.