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SEVELEN: Finanzieller Handlungsspielraum ist gegeben

2017 hat die Politische Gemeinde 1,9 Millionen Franken mehr eingenommen und 1,4 Millionen Franken weniger ausgegeben als budgetiert. Sie ist bereit für die grossen Investitionsprojekte der Zukunft.
Heini Schwendener

Mit einem Überschuss von 3,561 Millionen Franken schloss die Jahresrechnung 2017 der Politischen Gemeinde (der W&O berichtete früher bereits darüber). Die im Vorfeld der Bürgerversammlung vom 27. März vorliegende Jahresrechnung 2017 gibt nun Aufschlüsse darüber, wie dieses unerwartet gute Resultat zu Stande kommen konnte. Budgetiert worden war für 2017 nämlich ein Gewinn von nur 263000 Franken.

Bildung kostete 400000 Franken weniger

Alle Bereiche hätten durch konsequentes Kostenmanagement zum guten Ergebnis beigetragen, schreibt Roland Ledergerber im Bericht des Gemeindepräsidenten, «zusammenfassend stellen wir fest, dass wir insgesamt rund 1,9 Milliionen Franken mehr eingenommen haben und rund 1,4 Millionen Franken weniger ausgegeben haben als geplant».

Weil nicht alle Arbeiten im Strassenbau (insbesondere Verlegung Schildstrasse) ausgeführt werden konnten, wurden 2017 im Vergleich zum Budget rund 1 Million Franken weniger investiert. Im Bereich Bildung wurden 400 000 Franken weniger ausgegeben, da unter anderem nicht alle geplanten Stellvertretungen notwendig wurden und, weil die jüngeren Lehrkräfte als Ersatz für die Pensionierten weniger kosten. Minderausgaben gegenüber dem Voranschlag gab es zudem im Bereich allgemeine Verwaltung (200 000 Franken) und bei der sozialen Sicherheit (450 000 Franken).

Andererseits fiel der Finanzertrag um 1,8 Millionen Franken besser als aus budgetiert worden war. Die Steuereinnahmen sind sowohl bei den juristischen Personen (400 000 Franken) als auch bei den Quellensteuern (200000 Franken) höher ausgefallen. Auch das Elektrizitäts- und Wasserwerk EWS trägt einen wichtigen Anteil zum guten Ergebnis bei, haben doch die Bereiche Kommunikation und Installation zusammen mit 340 000 Franken ebenfalls einen grossen Beitrag geleistet.

Die flüssigen Mittel der Gemeinde sind im vergangenen Jahr um 7,2 Millionen auf einen Stand von knapp 7,7 Millionen Franken gesunken. Dies auch darum, weil die letzte Hypothek für die Sportraumerweiterung nun vollständig zurückbezahlt wurde. 2017 hat die Bilanzsumme um 5,8 Millionen Franken auf nunmehr 42 Millionen Franken abgenommen. Das Eigenkapital liegt mit 33,7 Millionen Franken bei 81 Prozent der Bilanzsumme. «Das lässt uns für die Zukunft im Hinblick auf die anstehenden Grossinvestitionen in das Betagtenheim und die Schulraumerweiterung einen nach wie vor ansehnlichen Handlungsspielraum offen», kommentiert Gemeindepräsident Roland Ledergerber.

Die Kennzahlen stimmen positiv

Auch die Kennzahlen der Gemeinde belegen gemäss Ledergerber, «dass wir auf einer sehr gesunden Basis stehen». Der Selbstfinanzierungsgrad betrug 123 Prozent (Vorjahr 129 Prozent). Somit konnten auch im vergangenen Jahr alle Investitionen aus dem betrieblichen Cash Flow finanziert werden. Der Selbstfinanzierungsanteil ist ein Mass für die Finanzkraft einer Gemeinde. Dieser Anteil hat sich seit 2014 stetig erhöht, von 11,8 auf 15,1 Prozent. Gemeinden mit einem Wert zwischen 10 und 20 Prozent weisen eine befriedigende Finanzkraft auf. Im Anhang zur Jahresrechnung der Politischen Gemeinde Sevelen heisst es zum Selbstfinanzierungsanteil von 15,1 Prozent: «Da die Gemeinde weiterhin netto keine Schulden ausweist, kann der aktuelle Wert als sehr positiv gewertet werden.» Der Bruttoverschuldungsanteil konnte zwischen 2014 und 2017 von 47 auf 22 Prozent gesenkt werden.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Hinweis

Bürgerversammlung Politische Gemeinde Sevelen, Dienstag, 27. März, 20 Uhr, Gemeindesaal

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