SEVELEN: Finanzchef in die Pension verabschiedet

Die Gemeinde Sevelen hat sich am Freitag offiziell von ihrem Finanzchef Markus Steiger verabschiedet. Er wird Ende November in seinen wohlverdienten Ruhestand treten und mehr Zeit für seine Hobbys haben.

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Gemeindepräsident Roland Ledergerber würdigte die Verdienste von Markus Steiger (links). (Bild: PD)

Gemeindepräsident Roland Ledergerber würdigte die Verdienste von Markus Steiger (links). (Bild: PD)

Rund 80 geladene Gäste fanden sich am Freitagabend im Gemeindesaal Drei Könige ein. Der Grund dafür war einerseits erfreulich, denn Markus Steiger, Finanzchef von Sevelen, durfte seine Pensionierung und zugleich seinen Geburtstag feiern. Andererseits verliert die Gemeinde ­einen kompetenten und lang­jährigen Mitarbeiter. Im März 2009 stiess Steiger zum Team der Gemeinde Sevelen und kümmerte sich seither um die Finanzen.

Gemeindepräsident Roland Ledergerber gestand bei seiner Rede ein, dass es ihn traurig ­stimme, Markus Steiger als Finanzchef zu verlieren. «Wenn ich nun alles erzählen würde, was ich an sich möchte, wären wir morgen noch hier. Mir würden zahlreiche Anekdoten im Bereich Finanzen in den Sinn kommen. Aber ich möchte mich kurz fassen», sagte Ledergerber.

«Schwierige Aufgaben haben seinen Ehrgeiz geweckt»

Markus Steiger habe viel geleistet. «Mit ihm habe ich in den vergangenen acht Jahren am meisten geredet, denn er war sozusagen unser CFO.» Mit ihm habe er viel diskutiert und argumentiert. «Schwierige Aufgaben haben seinen Ehrgeiz geweckt. Er hat keine halben Sachen gemacht, nur manchmal über die fehlende Zeit für gewisse Dinge geschimpft», stellte Ledergeber schmunzelnd fest. Gewisse Zielsetzungen habe Steiger im Gemeinderat angestossen und die Mittel sowie Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt.

Der scheidende Finanzchef hinterlässt auch eine finanziell gesund aufgestellte Gemeinde. «Fachlich war er stets kompetent, aber er hat auch eine mensch­liche Seite», berichtete Leder­gerber. Dabei verwies er auf ­Steigers sportliche Freizeitaktivitäten. Denn daher komme auch sein Ehrgeiz.

«Für seine Führung hat er mir mal drei Worte genannt: Wissen, Können und Wollen», führte der Gemeindepräsident weiter aus. Er habe einen grossen Schatz von Erfahrungen, den er auch an­wenden könne. «All das Wissen bringt aber nichts, wenn man es nicht umsetzen kann», beschrieb der Gemeindepräsident. Das habe er selbst schon zur ­Genüge erlebt. Und wenn man nicht wolle, dann nütze alles andere nichts.

Ein Punkt, über den die beiden Männer immer wieder diskutierten, war die politische Komponente. Denn manchmal, wenn Steiger dem Gemeindepräsidenten eine Idee oder einen Vorschlag vorlegte, musste dieser ihm mitteilen, dass es so wegen der Politik nicht aufgehe. Zähneknirschend habe Steiger dies akzeptiert und ihm einen neuen Plan vorgelegt, der umsetzbar war.

Mehr Zeit für private Leidenschaften

Nach seiner kurzen Würdigung überreichte der Gemeindepräsident Steiger im Namen der Gemeinde einen Geschenkkorb. Um das leibliche Wohl der Gäste sorgte sich das Küchenteam vom Altersheim Gärbi. Für musikalische Unterhaltung war mit Harfenklängen und einem Duo mit Gitarre und Gesang gesorgt.

Vor 24 Jahren hatte es Familie Steiger aus beruflichen Gründen von der Innerschweiz in die Ostschweiz gezogen. Bis im Jahre 2006 arbeitete Markus Steiger bei der Hilti in Schaan, bis er eine neue Herausforderung suchte und eine Stelle bei der Setech annahm. Vor etwas mehr als acht Jahren stiess er dann von der Privatwirtschaft zur Gemeinde Sevelen, bei der er noch bis Ende November arbeitet. Nebst dem Biken und Rennradfahren ist das Reisen eine grosse Leidenschaft des scheidenden Finanzchefs. Diesen Hobbys möchte er während seiner Pensionierung vertieft nachgehen. (ms)