Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

SEVELEN: Ein betagter «Zugvogel» flog aus

Die Pflegefachfrau Anita Järmann verreiste mit einem Bewohner des Altersheims Gärbi einmal auf etwas andere Art. Im Wohnmobil fuhren sie – im Rahmen einer Projektarbeit ihrer Weiterbildung – an den Gardasee.
Heini Schwendener
Sie blicken auf eine Woche voller schöner Erlebnisse zurück (von rechts): Pflegefachfrau Anita Järmann, Gärbi-Bewohner Johann Affentranger und Rolf Järmann, Fahrer des Wohnmobils.

Sie blicken auf eine Woche voller schöner Erlebnisse zurück (von rechts): Pflegefachfrau Anita Järmann, Gärbi-Bewohner Johann Affentranger und Rolf Järmann, Fahrer des Wohnmobils.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Auch Menschen im Altersheim haben noch Reisewünsche. Sehr oft gehen sie aber nicht in Erfüllung. Sei es, weil sie niemand haben, der mit ihnen verreist, sei es wegen des Aufwandes, den eine solche Reise verursacht, oder sei es wegen der hohen Kosten. Denn viele Betagte brauchen während der Reise eine spezielle Betreuung durch eine entsprechend qualifizierte Person. Zudem sind Reisen wegen der körperlichen Einschränkungen der alten Leute kaum planbar – was, wenn die Pensionärin nicht mehr mag und sich am liebsten hinlegen möchte oder wenn der Pensionär regelmässig Medikamente einnehmen und sich danach erholen muss.

Reiselust, Wohnmobil und fachliche Betreuung

Die Pflegefachfrau Anita Järmann arbeitet seit bald drei Jahren im Altersheim Gärbi in Sevelen und ist zusammen mit ihrem Mann Rolf ein richtiger Wohnmobil-Fan. Die beiden betreiben sogar einen Blog, bei dem sich alles um Wohnmobile dreht. Im Rahmen ihrer Weiterbildung Langzeitpflege und Betreuung mit eidgenössischer Berufsprüfung muss Anita Järmann eine Projektarbeit verfassen. Die Idee für ein Thema entstand – wo denn sonst – während einer Fahrt im Wohnmobil.

Anita Järmann nennt ihr Projekt «Zugvogel». Nach vielen Überlegungen, Besprechungen und Abklärungen im Vorfeld war es kürzlich so weit, das Projekt Zugvogel wurde gestartet. Es verbindet die Reisewünsche betagter Personen mit Järmanns Begeisterung für das Reisen per Wohnmobil und ihrer beruflichen Qualifikation als Pflegefachfrau. So brauchte es nur noch einen Pensionär, der sich auf das Projekt Zugvogel einliess und mit Järmanns – Anitas Mann Rolf stellte sich als zusätzlicher Fahrer zur Verfügung – eine Reise im Wohnmobil antrat. Fündig wurde Anita Järmann in Johann Affentranger. Der 66-jährige Bewohner des Altersheims Gärbi war sofort bereit dazu. «Ich musste nicht lange überlegen. Und ein Tapetenwechsel tut doch ohnehin gut», sagte er im Gespräch mit dem W&O. Die Reise von Samstag bis Samstag führte den betagten Zugvogel mit seinen beiden Begleitpersonen bis an den Gardasee, an den Kalterer See, durch die Dolomiten und zurück nach Sevelen. 920 Kilometer mehr waren am Ende auf dem Kilometerzähler des Wohnmobils. Und Järmanns wie auch Johann Affentrager hatten dem W&O viel zu erzählen. 5

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.