SEVELEN: Die Schule stösst an ihre Kapazitätsgrenze

Die Klassenzimmer sind voll, und die Schülerzahlen steigen. In der Gemeinde Sevelen werden deshalb mehrere neue Klassenzimmer benötigt.

Alexandra Gächter
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Alexandra Gächter

alexandra.gaechter

@wundo.ch

An der Infoveranstaltung der ­Gemeinde Sevelen vom Dienstag sprach die Schulratspräsidentin Esther Hagmann über die Schulraumentwicklung. Die Schülerzahlen steigen. Im Schuljahr 11/12 hatte Sevelen 396 Schulkinder, im Schuljahr 16/17 sind es 416 und im Schuljahr 20/21 werden es voraussichtlich 436 Schulkinder sein.

«Jetzt müsste man meinen, dass die 40 zusätzlichen Schulkinder zwei neue Klassen ergeben. Das ist aber nicht so, denn die Kinder haben unterschiedliche Jahrgänge», sagte Hagmann. Die 40 zusätzlichen Schulkinder teilen sich auf mehrere Klassen auf. Diese sind teilweise jetzt schon an der Obergrenze, so dass in den nächsten Jahren ungefähr drei bis acht neue Klassen nötig sind.

Eine Klasse, ein Zimmer: Das ist passé

Aber nicht nur die grössere Schülerzahl, auch die neuen pädagogischen Entwicklungen führen dazu, dass mehr Raum benötigt wird. Heute gibt es Frühdeutsch und den Musikalischen Grundkurs. Zudem gibt es mehr Teamteaching und mehr Fremdsprachige, die separat Deutschunterricht erhalten. Französisch wird ausserdem in Halbklassen unterrichtet, die Informatik muss ­ausgebaut werden, und das Fach Ethik, Religion und Gemeinschaft muss doppelt angeboten werden.

Die Gemeinde Sevelen geht davon aus, dass zusätzlich ein bis zwei neue Kindergartenräume, fünf bis sieben neue Primarschulzimmer, vier Gruppenräume, ein Sitzungszimmer und vier Oberstufenschulzimmer benötigt werden. Deshalb hat die Gemeinde eine Vorstudie in Auftrag ge­geben, welche die bestehenden Schulen und Kindergarten prüft. Ein mögliches Szenario ist, dass an bestehende Schulhäuser in relativ kurzer Zeit angebaut wird. «Bis zur Budgetierung werden wir erste Studien, Lösungsmöglichkeiten und Grobkosten haben», so Hagmann. 5