SEVELEN: Die Auslastung ist und bleibt gut

Stete Innovation, auch im eigenen Entwicklungszentrum, gezielte Investitionen in neue Anlagen und Produkte, Optimierung der Betriebsabläufe: Dank solcher Massnahmen ist das Autoneum-Werk Sevelen profitabel.

Thomas Schwizer
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Die Pilotanlage im Werk Sevelen, die von Betriebsleiter Mario-Martin Kolar vorgestellt wird, bildet einen weiteren Schritt in die vollautomatische Produktion und Qualitätskontrolle. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Pilotanlage im Werk Sevelen, die von Betriebsleiter Mario-Martin Kolar vorgestellt wird, bildet einen weiteren Schritt in die vollautomatische Produktion und Qualitätskontrolle. (Bild: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Circa 30 Millionen Bauteile pro Jahr werden im Autoneum-Werk in Sevelen produziert. Auf 12 900 Quadratmetern Produktionsfläche stellen 340 fest angestellte Mitarbeitende und zusätzliche temporäre Arbeitskräfte Unterböden aus Ultra Silent und lärmreduzierende Hitzeschilder für die europäische Automobilindustrie her. 3500 Quadratmeter Lagerfläche stehen hier zur Verfügung. Rund 10 000 Lastwagen pro Jahr werden im Werk Sevelen abgefertigt. Sie bringen die Produkte zu den Autoherstellern.

Dieses Werk kann aktuell eine deutliche Zunahme an Aufträgen von zwei britischen Automobilherstellern verzeichnen. Generell gewinne man erfreu­licherweise recht viele Ausschreibungen, die im Bieterverfahren vergeben werden, zeigte sich Betriebsleiter Mario-Martin Kolar am Dienstag vor Vertretern von Medien und Finanzanalysten zufrieden mit der Auslastung und dem Auftragsbestand.

Viel Positives aus dem Werk in Sevelen

Eine Herausforderung für den einzigen Produktionsstandort von Autoneum in der Schweiz bildete in den letzten Jahren der Wechselkurs mit dem schwachen Euro. Denn die Produkte made in ­Sevelen gehen allesamt in den Export, weshalb sich Währungsschwankungen auswirken. Da ­allerdings die Zulieferer aus dem Euroraum stammen und die Abrechnungen grösstenteils in Euro erfolgen, habe man das so weit möglich im Griff, führte der CEO von Autoneum, Martin Hirzel, am Dienstag aus.

Das Werk in Sevelen stehe deshalb überhaupt nicht zur ­Diskussion, weil es profitabel sei. Hirzel nannte dafür verschiedene Gründe. Der Stand der Automatisierung sei hoch. Man stelle vor allem Produkte im höheren Preissegment her. Und man sei innovativ und schaffe regelmässig Neues. Er erwähnte als Beispiel die Recyclieranlage, mit der man 100 Prozent des Rohmaterials verwerte. Die Höhe der Unternehmenssteuern und die Ver­sorgungssicherheit nannte er als weitere Vorteile. Positiv wirke sich auch die hohe Identifikation der teils langjährigen Mitarbeitenden mit dem Werk aus.5