SEVELEN: Der Abwärtstrend wurde gestoppt

Für das vergangene Jahr ist bei der Raststätte Rheintal in den drei Sparten Restaurant, Shop und Treibstoff eine erfreuliche Trendwende bei der Umsatzentwicklung zu verzeichnen.

Hansruedi Rohrer
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Auf der Ostseite der Raststätte Rheintal steht den Gästen diese «Alphütte» als hübsches Provisorium zur Verfügung. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Auf der Ostseite der Raststätte Rheintal steht den Gästen diese «Alphütte» als hübsches Provisorium zur Verfügung. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Hansruedi Rohrer

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An der 29. Generalversammlung der Aktionäre der Raststätte Rheintal AG vom Dienstagabend war Erfreuliches zu hören. Vielleicht deshalb oder auch wegen der Hitze oder des bevorstehenden ausgezeichneten Nachtessens führte Verwaltungsratspräsident Jack Rhyner in einer Rekordzeit von sechs Minuten durch die ­Versammlung. Inklusive ein­leitender Worte über die künftig geplante Alkoholzulassung in Raststätten.

Die Aktionäre hatten keine Einwände bei den verschiedenen Traktanden: Geschäftsbericht, Jahresrechnung, Verwendung des Bilanzgewinnes, Entlastung der Mitglieder und Wahl der ­Revisionsstelle. Und diskutieren mochte am Schluss auch niemand.

Die Neukonzeption lässt aufhorchen

CEO Peter Hofstetter informierte danach über die neue Raststätte Ost, die sich zurzeit im Bau befindet. Bis zur Eröffnung am 1. November dieses Jahres steht dort ein wohl kaum je dagewesenes Provisorium zur Verfügung, nämlich eine gemütliche «Alphütte» mit 78 Sitzplätzen für die Kon­sumation direkt an der Autobahn, die auch zu Fuss oder per Velo via Rheindamm besucht werden kann.

Die Neukonzeption der Raststätte Ost, die seit März im Bau ist, lässt aufhorchen. Wie Peter Hofstetter ausführte, soll im Neubau bei rascher Bedienung die grosse Übersichtlichkeit das Hauptmerkmal sein. So wird das bediente Restaurant den Gästen zum Beispiel einen Blick in die Küche erlauben. Mit dem Gastronomiekonzept «Frischetheke XXL» wird dabei ein reichhaltiges Nahrungsangebot präsentiert samt Bäckerei als Herzstück. In nur sieben Minuten soll der Gast sein Essen erhalten, auch vegan oder für Allergiker. Mit dem neuen Konzept kann den vielfach unvorhersehbaren Frequenzschwankungen damit am besten begegnet werden. «Und überhaupt, hier soll sich jeder Gast behaglich wohlfühlen können», meinte Peter Hofstetter. Auch der Umbau der Raststätte auf der Westseite steht in naher Zukunft an. Doch möchte man dieses Projekt erst nach dem erfolgreichen Start der Raststätte Ost in Angriff nehmen.

Teilweise signifikante Erholung

Im Geschäftsbericht 2016 wird dargestellt, dass der Abwärtstrend nicht nur gestoppt wurde, sondern dass für die Bereiche Shop (plus 5,1 Prozent) und Tankstelle (plus 3,1 Prozent) sogar von einer signifikanten Erholung ­gesprochen werden kann. Jedoch erst die Zukunft werde es weisen, ob es sich dabei um eine nach­haltige Besserung handelt. Der Restaurantumsatz weist ein Plus von 1,8 Prozent auf.

Die Jahresrechnung schliesst mit einem Reingewinn von 348 284 Franken ab. Der Bilanzgewinn vor der Gewinnverwendung beträgt 1 058 442 Franken. Nach Genehmigung der Divi­dende durch die Aktionäre von insgesamt 250 000 Franken beträgt der Vortrag auf neue Rechnung 808 442 Franken.