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SEVELEN: Das grosse Potenzial der Älteren

Die Infoveranstaltung der Gemeinde unter dem Titel «Generation 60 plus» zeigte auf, wie vielfältig das Leben im Alter sein kann. Dabei wurde auch dafür geworben, Zeit in Freiwilligenarbeit zu investieren.
Hans Hidber
Diverse Infostände animierten zum Mitmachen bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit. (Bild: Hans Hidber)

Diverse Infostände animierten zum Mitmachen bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit. (Bild: Hans Hidber)

Hans Hidber

redaktion@wundo.ch

Wenn die Pensionierung aktuell wird, werden sich die einen oder andern Gedanken über das «Leben danach» machen. Viele freuen sich darauf, nicht mehr unter Arbeitsdruck zu stehen und die Zeit nach eigenem Gusto zu gestalten. Gemeinderätin Claudia Billet, für das Ressort «Alter» zuständig, stellte als Moderatorin und Koordinatorin des Abends das in einem Workshop erarbeitete Altersleitbild der Gemeinde vor. Unter der Kernaussage «Fähigkeiten und Erfahrung verbinden» sind die Ziele formuliert: Das Potenzial und die Ressourcen der älteren Bevölkerung zu erkennen, zu erfassen und sie optimal für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.

Die erstaunliche Vielfalt an möglichen Betätigungsfeldern, an den zahlreichen Infoständen der verschiedenen Gruppen, Vereinen und Institutionen.

Sich in Sevelen daheim fühlen

«Mir ist bewusst geworden, dass ich als 62-Jähriger auch schon zum Club 60 plus gehöre, habe mir aber noch wenig Gedanken darüber gemacht», meinte Gemeindepräsident Roland Ledergerber in seiner Begrüssung. Als wichtiges Anliegen nannte er die Anstrengungen für die Integration der Zugewanderten, damit sich diese in Sevelen daheim fühlen. Der Bedarf wurde in einer Grafik der Bevölkerungsstruktur verdeutlicht: Im Durchschnitt beträgt der Anteil der ausländischen Bevölkerung 39%, den grössten Anteil verzeichnet die Altersgruppe unter 60 Jahren mit 46 %, mit 23 % gefolgt von den 60- bis 70- Jährigen. Zum Thema Integration äusserte sich später auch Elisabeth Gantenbein, Präsidentin des Vereins Solidaritätsgruppe. «Der Deutschunterricht ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration.» Die fremdsprachigen Zugewanderten seien in der Regel daran sehr interessiert, und man könne sich mit ihnen bald einmal unterhalten. Dabei müsse eine gewisse Hemmschwelle überschritten werden, um mit ihnen in Kontakt zu treten und sie zum Mitmachen in einem der vielen Vereine und Institutionen zu gewinnen.

In zwei Kurzreferaten berichteten Jürg Trümpler, Forstingenieur, und Karl Hagmann, pensionierter Kanzleisekretär, im diplomatischen Dienst, über die Erfahrungen in ihren Auslandaufenthalten. Trümpler erlebte in seinem Einsatz in Malawi unvorstellbare Armut der Bevölkerung und inszenierte die Aufforstung der kahlgerodeten Hügel zur Wiederbelebung des Ökosystems und des Wasserhaushalts. In einem zweiten Projekt engagierte er sich für die bettelarme Zigeuner-Volksgruppe in Rumänien. Im «Ruhestand» pflegt er unter anderem den Geissbergtobel-Wingert; 2017 konnte der erste Johanniterwein degustiert werden.

Karl Hagmann kam im diplomatischen Dienst in der ganzen Welt herum. In der Regel werde man alle drei bis vier Jahre in ein anderes Land versetzt, dabei gebe es kein Wunschkonzert, so Hagmann. Immer wieder mussten also alte Freundschaften aufgegeben und neue gesucht werden. Auch Hagmann ist nach seiner Pensionierung und Rückkehr nach Sevelen nicht untätig geblieben: Er managt den Mahlzeitendienst und betätigt sich auch als Rotkreuzfahrer. Beides Tätigkeiten, die ihn mit Freude erfüllen.

Eindrückliche Vorstellungsrunde

Zum Abschluss des informativen Abends stellte ein gutes Dutzend der Vertreter und Vertreterinnen verschiedener ehrenamtlicher Gruppen und Vereine die Zielsetzungen ihrer Institutionen mit einem kurzen Werbeblock vor, bevor es beim offerierten Apéro noch Gelegenheit für einen vertieften Gedankenaustausch gab.

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