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SEVELEN: Bewegte Welt – bewegte Leute

Der Verein Solidaritätsgruppe Sevelen hielt kürzlich seine erste Hauptversammlung ab. Fast 50 Menschen wurde die deutsche Sprache nähergebracht.
Der Vorstand der Solidaritätsgruppe Sevelen: Christian Müller, Ruth Kühne, Elisabeth Gantenbein, Amela Meyer, Peter Meier, Abbas Ebrahimi, Aisha Abdo (von links). (Bild: PD)

Der Vorstand der Solidaritätsgruppe Sevelen: Christian Müller, Ruth Kühne, Elisabeth Gantenbein, Amela Meyer, Peter Meier, Abbas Ebrahimi, Aisha Abdo (von links). (Bild: PD)

Auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Gründung hielt der Verein Solidäritätsgruppe Sevelen am 1. März in «seinem» Schulzimmer im alten Schulhaus Stampf seine Hauptversammlung ab. Elisabeth Gantenbein, engagierte Initiantin, unermüdliche Organisatorin und umsichtige Präsidentin konnte über 30 Mitglieder –darunter fast die Hälfte Asylbewerber und Flüchtlinge – begrüssen. Rasch und auch einstimmig wurden die üblichen Traktanden abgehandelt. Mit dem Satz «Unsere Motivation ist seit Beginn der Solidaritätsgruppe im Winter 2015 dieselbe geblieben: Die Integration von Flüchtlingen hier in Sevelen und in der Umgebung zu fördern», eröffnete die Präsidentin den Jahresbericht.

Austausch mit Menschen von hier ist wichtig

14 Unterrichtende und Assistenten/Assistentinnen haben den annähernd 50 Menschen im Asylverfahren die deutsche Sprache nähergebracht. Nebst Leuten aus Sevelen sind das auch Flüchtlinge im Asylverfahren aus Flums, Mels, Bad Ragaz und abgewiesene Menschen aus Heiligkreuz und Mels. Die Zahlen ­gehen leicht zurück, weil bei mehreren das Asylverfahren ­abgeschlossen wurde und sie in «offizielle» Förderprogramme wechseln konnten.

Die Unterstützung beim Spracherwerb sei das eine, hielt Elisabeth Gantenbein fest, «aber ebenso wichtig ist der Austausch mit den Menschen von hier. Das kann für alle eine Chance sein, Vorstellungen zu revidieren, Ängste und Vorurteile abzubauen, die eigene Welt zu erweitern». Dieser Austausch war auch stetig und lebhaft. In monatlichen Treffen ging es um Informationen über Normen, Gesetze, Notwendigkeiten für das Leben hier, Begegnung untereinander und mit der Bevölkerung. Es galt, in Ausflügen die Gegend kennenzulernen – und auch Feste zu feiern.

Ein besonderer Appell an alle Beteiligten betraf und betrifft die persönliche Mithilfe bei der Suche um Praktikumsstellen, etwa in der Gastronomie oder im Handwerk, das seit Januar 2018 neue Modelle mit Erleichterungen für Arbeitgeber wie auch Verbesserungen für Menschen mit Aufenthaltsbewilligung zur Verfügung stehen. «Wir sind grosser Dankbarkeit seitens der geflüchteten Menschen begegnet. All ihnen danke ich für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und auch ihren Einsatz für die Gemeinschaft und für ein Leben hier», hielt sie als das Fazit dieser Einsätze fest.

Ein geselliger Imbiss mit Köstlichkeiten, die von Frauen der Asylsuchenden vorbereitet worden waren, gab Anlass zu Gesprächen, Gedankenaustausch und ermöglichte ein offenes Kennenlernen. (pd)

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