Serbien ist mit OSZE-Vorsitz von allen Seiten gefordert

BELGRAD/KIEW. Serbien hat auf Beginn des neuen Jahres von der Schweiz den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) übernommen.

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BELGRAD/KIEW. Serbien hat auf Beginn des neuen Jahres von der Schweiz den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) übernommen.

Wichtigstes Ziel des Landes in dieser Rolle sei eine Deeskalation der Ukraine-Krise, erklärte Serbiens Aussenminister Ivica Dacic bei Übernahme des Mandats. «Wir wollen uns mit aller Kraft bemühen, politische Lösungen für die aktuellen Probleme zu finden.»

Schon im Vorfeld der Übernahme des Vorsitzes sind von verschiedener Seite Zweifel an der Vermittlungsfähigkeit Serbiens vorgebracht worden. Das Land unterhält enge Beziehungen zu Russland, strebt aber zugleich in die EU, dessen Sanktionen gegen Russland es ablehnt. Belastend für das Land ist auch der ungelöste Streit um die Unabhängigkeit Kosovos. Die OSZE will ihre Überwachungstätigkeit in der Ostukraine jedenfalls stärken. (dpa) • THEMA 13/AUSLAND 15