SENNWALD/LIENZ: Schmugglerwanderung mit Rekordbeteiligung

Zur Einstimmung auf die Inszenierung «Der Schmugglerkönig» hat die Freilichtbühne Rüthi zu einer Schmuggler-Wandernacht eingeladen. Mit riesigem Erfolg.

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Die Teilnehmer der Schmugglewanderung zeigten reges Interesse an der Arbeit der Grenzwacht. (Bilder: Freilichtbühne Rüthi)

Die Teilnehmer der Schmugglewanderung zeigten reges Interesse an der Arbeit der Grenzwacht. (Bilder: Freilichtbühne Rüthi)

Vor allem zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit, am Samstag an der abwechslungs­reichen Wanderung mit fröhlichem Ausklang im Steinbruch Lienz teilzunehmen. Zeitweise bildeten sich beim Start lange Kolonnen, so gross war das Publikums­interesse. Wie der Veranstalter gestern mitteilte, lag die Beteiligung bei etwas über 400 Personen, die die unterschiedlich lange Strecke vom Schlosswald in Salez durchs Bangser Riet bis zum Ziel beim Zollamt Rüthi unter die Füsse nahmen. Die Wanderteilnehmenden, darunter viele Kinder mit ihren Eltern, hörten gleich am ersten Posten, vorgetragen vom Autor des «Schmugglerkönigs», Kuno Bont, interessante Schmugglergeschichten, die er bei den Recherchen zum Theaterstück ausgegraben hatte. Hier lernten die Teilnehmer auch, wie man auf leisen Sohlen geht, sich unsichtbar durchs Gelände bewegt und sich ohne Taschen­lampe durch den Wald und die Nacht schleicht.

An anderer Stelle konnten sich die Wanderteilnehmer mit einer feinen Fleischsuppe (Suppe mit Spatz) stärken, bevor es dann ins tatsächliche Schmuggler­gebiet ging, wo Kostümierte aus dem Schmugglerkönig-Theaterstück eine Grenzkontrolle auf­gebaut hatten. Dabei zeigte sich schnell, wie erfinderisch Teilnehmer, die am Start als Schmuggelgut ­einige Schoggi-Goldtaler er­hielten, bei Verstecken der Ware waren.

Einsatzdemonstration der heutigen Grenzwache

Beim alten Grenzübergang in Bangs gab Schmugglerkönig-­Regisseurin Simona Specker mit weiteren Crewmitgliedern den Wanderern einen Einblick in die aktuelle Inszenierung, bei der am 8. September Premiere ist.

Als besonderen Höhepunkt erwies sich die Arbeits- und Einsatzdemonstration der Grenzwacht beim Zollübergang Rüthi. Auch der aus Rüthi stammende Kommandant des Grenzwachtkorps, Markus Kobler, war anwesend und informierte die Wanderteilnehmenden über die Arbeit der Grenzwacht in der heutigen Zeit. Die Wanderer hatten Gelegenheit, selber einmal ein Nachtsichtgerät auszuprobieren, sich in einen der Einsatzwagen zu setzen oder mitzuverfolgen, wie der Rauschgifthund arbeitet.

Am Ziel gab es für alle Teilnehmenden eine Erinnerungsfoto. Wenn sie es geschafft hatten, ihr Schmuggelgut in Form von Schoggi-Goldtalern bis ins Ziel zu bringen, erhielten sie einen Bonus. Schliesslich klang die Schmugglerwanderung, die von der Inter­nationalen Rheinregulierung aus Anlass ihres 125-Jahr-Jubiläums unterstützt wurde, auf dem Areal des Steinbruches Lienz mit Gemütlichkeit und dem Schmugglerlied aus. (pd)