SENNWALD: Vom Kuhstall zum Industriebetrieb

Dieses Jahr feiert die Verdunova AG ihr 20-jähriges Bestehen. Was in einem Kuhstall begann, ist heute ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern. Erst kürzlich hat die Verdunova AG einen weiteren Betrieb übernommen.

Katharina Rutz
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Letzten Dezember lagerten rund 6200 Paletten an Tiefkühlgemüse im neuen Tiefkühllager der Verdunova AG. (Bild: PD)

Letzten Dezember lagerten rund 6200 Paletten an Tiefkühlgemüse im neuen Tiefkühllager der Verdunova AG. (Bild: PD)

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

Im Mai hat die Verdunova AG von Beni Dürr ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Einerseits mit einem Mitarbeiteranlass mit Schiff und Band auf dem Bodensee und andererseits mit einem Jubiläumsfest. Dazu durfte die Verdunova AG Rolf Hiltl begrüssen. Er führt in Zürich das gleichnamige Restaurant, das als eines der ältesten, vegetarischen Restaurants der Welt gilt und seit Generationen von der Familie Hiltl geführt wird. Am Jubiläumsabend sprach Rolf Hiltl nicht nur, sondern übernahm auch die ganze Verpflegung. «Wir freuen uns über seinen Auftritt, er ist nicht einfach für einen Anlass zu gewinnen», sagt Beni Dürr, Geschäftsführer der Verdunova AG.

Im April hat die Verdunova AG ausserdem die Eichenberger Gemüse GmbH in Salez übernommen. Der Betrieb verarbeitet Randen für die Migros Ostschweiz aus regionalem Anbau. «Das Unternehmen passt zu uns, da es auch ein Familienbetrieb ist», sagt Beni Dürr. Der Betrieb beschäftigt fünf Mitarbeiter, die von der Verdunova AG alle weiterbeschäftigt werden. Die Verdunova AG konnte den Betrieb übernehmen, da es sonst keine Nachfolgeregelung gegeben hat.

Produktion von regionalen Produkten ist attraktiv

Durch die Übernahme erhofft sich Beni Dürr vor allem auch Produkte für die Migros unter dem Label «Aus der Region» herstellen zu können. «Bei den regionalen Produkten ist der Konkurrenzkampf weniger gross», begründet Beni Dürr die Vorteile davon. Ausserdem sind Randen ein Gemüse, das über den Winter verarbeitet wird. «Wir können somit unsere Mitarbeiter im Winter besser auslasten», so Dürr. Neben Randen möchte Beni Dürr in der neuen Produktionsstätte künftig auch andere Gemüsesorten verarbeiten.

Bereits letztes Jahr gab es bei der Verdunova mit dem Bau des neuen Tiefkühllagers für 7000 Paletten und dem Einstieg in den Himbeeranbau einige Neuerungen zu stemmen. Das Tiefkühllager bewährt sich für Beni Dürr. «Im Dezember, also zur Hochsaison, was die Lagerung von Tiefkühlprodukten anbelangt, waren 6200 der knapp 7000 Palettenplätze belegt», so Dürr. Auch in den im letzten Jahr neu angebauten Himbeeren sieht er viel Potenzial für die Zukunft. Die maschinelle Ernte letztes Jahr hat funktioniert. Die Verdunova AG hat dazu extra eine Erntemaschine aus den USA importiert. Die Erträge allerdings waren sehr verhalten. «Das war aber im ersten Jahr zu erwarten», so Beni Dürr. Dieses Jahr hat nun der Frost den Himbeeren zu schaffen gemacht. Die ersten Triebe der Pflanzen im Frühjahr sind erfroren. «Sorgen mache ich mir aber deswegen noch keine.»

Bereits gibt es neue Produktideen

Bereits spricht Beni Dürr von weiteren Ideen. Aktuell tüftelt er an einer neuen Produktlinie. «Es wird ein Gemüsesnack», sagt er, will aber noch nicht mehr verraten. Somit wird es auch nach 20 Jahren nicht ruhig um die Verdunova AG. Aus der einstigen Produktionsstätte für Convenience-Produkte in einem umgebauten Kuhstall wurde ein Hersteller von Tiefkühlprodukten mit rund 100 Mitarbeitern und modernen Produktionsabläufen. Sein Erfolgsrezept kennt Beni Dürr selber nicht so genau. «Wichtig war immer mein Glaube daran, dass alles gut kommt», erinnert sich Beni Dürr. «Ausserdem gehören Strukturieren und Organisieren zu meinen Stärken, und schliesslich weiss ich wohl, Kunden und Mitarbeiter für meine Ideen zu begeistern», ergänzt er.