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SENNWALD: Variante «Anbau» wird favorisiert

Der Ortsverwaltungsrat möchte auf der Alp Rohr weiterhin eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten. Statt wie bisher auf ein Massenlager möchte er auf Familienzimmer setzen.
Hanspeter Thurnherr
42 von rund 293 Ortsbürgern liessen sich vor Ort auf der Alp Rohr über den Zustand des Gasthauses und über Sanierungsvarianten informieren. (Bilder: PD)

42 von rund 293 Ortsbürgern liessen sich vor Ort auf der Alp Rohr über den Zustand des Gasthauses und über Sanierungsvarianten informieren. (Bilder: PD)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Bei der «Begehung Berggasthaus Alp Rohr» der Ortsgemeinde Sennwald am vergangenen Sonntag stellte der Verwaltungsrat drei Varianten für die Erneuerung des beliebten Ausflugsziels vor (siehe Frontseite). «Wir bauen um, weil wir im Gasthaus gravierende bauliche Mängel haben und der Betrieb sonst nicht mehr möglich wäre», sagt Ortsgemeindepräsident Daniel Göldi.

Die einfachste Variante ist der Umbau im Bestand, damit künftig die gesetzlichen Vorschriften bezüglich Wasser- und Abwasserqualität, Feuerschutz und Lebensmittelhygiene erfüllt werden. Bei dieser Verbesserung der Infrastruktur, die auch einen separaten Abgang in den Keller vorsieht, wäre keine Volumenerweiterung vorgesehen. Doch gäbe es künftig keine Übernachtungsmöglichkeit mehr. Die Kosten für diese Variante werden auf rund 650000 Franken geschätzt.

Familienzimmer statt Massenlager

Variante zwei sieht einen Umbau mit einem Anbau als Teilerweiterung vor. Damit will der Ortsverwaltungsrat nicht nur den Anforderungen bezüglich Werkeigentümerhaftung gerecht werden, sondern auch auf veränderte Gästebedürfnisse eingehen. «Gäste suchen heute vermehrt die Privatsphäre und Ruhe in den Bergen. Sie wollen lieber Familienzimmer statt Massenlager. Sie möchten nicht mehr Party bis am Morgen feiern.» Im bergseitigen Anbau möchte der Rat eine Übernachtungsmöglichkeit in Form von 20–26 Schlafplätzen anbieten, aber gleichzeitig den Charakter des Berggasthauses erhalten. Erste Schätzungen gehen von 1,3 bis ­ 1,4 Millionen Franken aus.

Die dritte Variante wäre ein Abbruch und Ersatzbau des Berggasthauses. Hier müsste mit Kosten von mindestens 2 Millionen gerechnet werden. Der Verwaltungsrat stellte am Sonntag klar, dass er die Variante «Umbau mit Anbau» favorisiert. Es habe sich gezeigt, dass auch die anwesenden Ortsbürger grossmehrheitlich diese Lösung favorisieren und das Vorgehen des Verwaltungsrates befürworten. Damit könnten Wasser- und Abwasserversorgung saniert, der Brandschutz erfüllt, die Küche umgebaut und der Erweiterungsbau ­erstellt werden.

Impulse vom Anlass sollen einfliessen

«Für die Ortsgemeinde ist die Alp Rohr ein wichtiger Begegnungspunkt, der es Wert ist, dass investiert wird, repräsentiert sie doch auch die Ortsgemeinde Sennwald», ist Göldi überzeugt. Deshalb soll nun in nächster Zeit für diese Variante das Bauprojekt ausgearbeitet werden und die Kosten plausibilisiert werden. Dabei sollen Impulse, welche am Sonntag eingebracht wurden, in das Projekt einfliessen. Daniel Göldi geht davon aus, dass das Bauprojekt an einer Vorversammlung der Bürgerschaft vorgestellt wird, so dass sie sich ihre Meinung noch vor der Bürgerversammlung machen kann. Stimmt die Versammlung dem Projekt zu, sollen 2018 das Baugesuch eingereicht und das Bewilligungsverfahren durchgezogen werden. 2019 könnte der Umbau und Ausbau ausgeführt werden.

Sämtliche präsentierten Unterlagen können auf der Website www.og-sennwald.ch eingesehen werden.

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