SENNWALD: Trinkwasserqualität stimmt wieder

Kurzzeitig war das Trinkwasser geschmacklich beeinträchtigt. Proben haben ergeben, dass es aber zu keiner Zeit bakteriologisch verunreinigt war.

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Als am vergangenen Wochen­ende etwa 30 Meldungen bei der Gemeinde und der Wasserversorgung über eine geschmackliche Veränderung des Trink­wassers eintrafen, haben die Verantwortlichen umgehend reagiert. Das kantonale Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen wurde in die nötigen Abklärungen miteinbezogen.

In ihrer Information an die Bevölkerung vertrat die Behörde schon Anfang Woche die Meinung, dass aufgrund der 2012 in Betrieb genommenen Aufbereitungstechnik davon ausgegangen ­werden könne, dass durch den Vorfall «keine bakteriologische und ­damit gesundheitliche Gefährdung» bestehe.

Inzwischen ist die geschmackliche Beeinträchtigung des Trinkwassers vorbei. Jenen, die noch nicht ganz überzeugt sind, wird empfohlen, die Kalt- und die Warmwasserleitung richtig durchzuspülen. Wasserproben, die inzwischen ausgewertet wurden, zeigen, dass es tatsächlich zu ­keiner Zeit eine bakterio­logische Verunreinigung des Trinkwassers gab und somit auch ­keine Gefährdung der ­Gesundheit bestand. Kantons­chemiker Pius Kölbener erklärt auf An­frage: «Die Ultrafiltrationsanlage hat funktioniert. Sie wirkt gegen ­bakteriologische, nicht aber gegen chemische Verunreini­gungen. Die Geruchs­stoffe sind ­chemische Moleküle. Diese durchlaufen die Ultra­filtration ungehindert.» Der Sennwalder Ge­meindepräsident Peter Kindler ist froh, dass alles glimpflich abgelaufen ist: «Die geschmackliche Beeinträchtigung war zwar etwas unangenehm, stellte aber zum Glück nie eine Gefahr dar.» Zudem bedankt er sich bei der Bevölkerung für das Verständnis.

Der Grund für die vorüber­gehende geschmackliche Be­einträchtigung des Sennwalder Trinkwassers kann noch nicht mit Sicherheit genannt werden. In der Schutzzone 2 sei Mist ausgeführt worden, was allerdings erlaubt sei, sagt Kölbener. Der Kantonschemiker und auch der Gemeindepräsident gehen darum davon aus, dass wohl kein Verstoss gegen das Schutzzonenreglement vorliegt.

Gleichwohl prüft die Ge­meinde Sennwald nun zusammen mit Fachleuten, ob doch noch weitere Schutzzonenmassnahmen notwendig sind. Unter anderem wurde dazu auch ein Geologe beigezogen.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

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