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SENNWALD: Neun Einsprachen gegen Mobilfunkantenne

Eine Bauanzeige des Mobilfunkanbieters Salt stösst auf Widerstand. Die Gemeinde hat allerdings wenig Spielraum bei der Beurteilung der Baubewilligung.
Immer und überall Zugriff aufs Internet zu haben bedeutet auch, dass es immer mehr Mobilfunkantennen braucht. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Immer und überall Zugriff aufs Internet zu haben bedeutet auch, dass es immer mehr Mobilfunkantennen braucht. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Heini Schwendener

Das Amt für Umwelt des Kantons schreibt auf seiner Homepage, Mobilfunktelefonie sei nicht zum Nulltarif zu haben. Wollten nämlich immer mehr Menschen stets und überall erreichbar sein und sogar auf dem Handy fernsehen können, brauche es ein immer dichteres Netz von immer leistungsfähigeren Mobilfunkantennen. Die Ansprüche der Kunden an die Mobilfunkanbieter sind sehr hoch.


Diese Karte zeigt alle Standorte von Mobilfunkantennen:


Angst vor gesundheitlichen Folgen

Mobilfunkantennen hingegen sind unbeliebt. In Sennwald sind gegen eine Bauanzeige der Salt Mobile SA neun Einsprachen bei der Gemeindekanzlei eingetroffen. Zwei davon beantragen eine Fristverlängerung für die Begründung ihrer Einsprache. In den sieben anderen Fällen argumentieren die Einsprecher mit gesundheitlichen Aspekten. Wie fast überall fürchten sich offenbar auch in Sennwald viele Anwohnerinnen und Anwohner möglicher Standorte von Mobilfunkantennen vor den elektromagnetischen Strahlungen, die von solchen Anlagen ausgehen. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Sendeantennen werden sehr kontrovers diskutiert. Der Bund hat die Grenzwerte für NIS (Nichtionisierende Strahlung) in einer Verordnung festgelegt.

Fachliche Prüfung durch den Kanton

Werden deren Richtlinien eingehalten und die Grenzwerte nicht überschritten, hat eine Gemeindebehörde, die letztlich die Baubewilligung für eine Mobilfunkantenne erteilen muss, kaum Spielraum, ein Gesuch abzulehnen. Patrick Kluser, Bausekretär der Gemeinde Sennwald, umschreibt die Situation wie folgt: «Wir sind eigentlich nur der Durchlauferhitzer». Die NIS-relevanten Angaben eines Baugesuchs werden nämlich vom kantonalen Amt für Umwelt fachlich überprüft, noch bevor eine Bauanzeige überhaupt publiziert wird. Gibt die Fachstelle nach eingehender Prüfung grünes Licht, können die Gemeindebehörden nicht einfach einen politischen Entscheid fällen.

Gleichwohl gibt es immer wieder Einsprachen gegen Mobilfunkantennen. Derzeit in der näheren Region beispielsweise in Schellenberg (Petition mit 80 Unterschriften) oder in Bad Ragaz (über 30 Einzeleinsprachen und eine Sammeleinsprache mit 200 Unterschriften).

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