SENNWALD: Ertragsüberschuss im Budget

Die Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde entscheidet über eine Steuerfusssenkung und einen Baukredit.

Merken
Drucken
Teilen

Einmal mehr weist die Rechnung der Politischen Gemeinde ein hervorragendes Resultat auf. Die Besserstellung gegenüber dem Budget – in dem mit einem Aufwandüberschuss von 264 800 Franken gerechnet wurde – beläuft sich auf 4,8 Millionen Franken. Zum guten Resultat erheblich beigetragen hat die Kontogruppe 19 «Finanzen», die 3,1 Millionen Franken besser als budgetiert abschloss. Es wurden unter anderem mehr Einkommens-, Vermögens-, Handänderungs- sowie Gewinn- und Kapitalsteuern eingenommen. Rund eine Million des Ertrags soll für zusätzliche Abschreibungen verwendet werden. Der Rest wird dem Eigenkapital zugewiesen, das dann auf 14,3 Mio. Franken steigt.

Die Schule brauchte im Jahr 2016 rund 200000 Franken weniger als budgetiert. Die Hauptgründe dafür sind die nicht ausgeschöpfte Gesamtlektionenzahl in der Oberstufe, weniger Lektionen in der Primarschule und weniger Stellvertretungen. Fürs laufende Jahr sind für die Schule 10,6 Millionen budgetiert. Dies sind rund 600000 Franken mehr als 2016. Die Gründe dafür sind unter anderem höhere Lohnkosten für die Lehrer durch die ordentlichen Stufenanstiege, ein Mehraufwand im Bereich der Liegenschaften und die Defizitgarantie für die neue Kindertagesstätte in Haag.

Gemeine rechnet 2017 mit kleinem Plus

Den Bürgerinnen und Bürgern wird wiederum eine Steuerfusssenkung vorgeschlagen. Der Steuerfuss soll um 8 Prozent auf neu 110 Prozent reduziert werden. Seit 2013 wurde der Steuerfuss jedes Jahr gesenkt. Im Budget 2017 veranschlagt Sennwald einen Ertragsüberschuss von 73700 Franken.

Die Investitionsrechnung 2016 schliesst mit 4,1 Mio. Franken Nettoinvestitionen ab. Im Budget waren 5,9 Mio. Fr. vorgesehen. Unter anderm wurde die Fernwärmeleitung vom Landwirtschaftlichen Zentrum in die Schule Türggenau um ein Jahr verschoben. Die Investitionsrechnung fürs Jahr 2017 sieht Nettoinvestitionen in der Höhe von 4,5 Mio. Franken vor und liegt damit auf dem Niveau der letzten Jahre. Diverse Leitungen und ­Sanierungen der Wasserversorgung machen dabei mit 2,9 Mio. Franken den grössten Teil davon aus. Eine halbe Million wird für Tiefpflegebetten, LED-Leuchten und neue Böden ins Altersheim Forstegg investiert.

Neues Reservoir für 1,9 Millionen Franken

Die in die Jahre gekommenen Reservoire Breitläui, Frümsen (Baujahr 1906), und Breitenloch, Sax (Baujahr 1947), müssen ersetzt werden. Ursprünglich war geplant, zwei neue Reservoire zu bauen. Eine Studie im vergangenen Jahr hat aber ergeben, dass die Versorgungszonen der beiden genannten, ungefähr gleich hohen Reservoire, nur noch durch ein neues Reservoir versorgt werden sollen. Besonders gut eignet sich dafür das Gebiet Aspe in Frümsen. Das Volumen wird 1000 m3 betragen, wovon 800 m3 Brauchreserve und 200 m3 Löschreserve sind. Die Nettokosten werden mit 1934500 Franken veranschlagt. Über diesen Baukredit muss die Bürgerversammlung abstimmen. (ch)

Hinweis

Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Sennwald am Montag, 27. März um 20 Uhr im Rheinhof Salez