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SENNWALD: «Der Charakter der Alp Rohr bleibt erhalten»

Die Ortsgemeinde Sennwald wird an ihrer Bürgerversammlung vom 12. April über einen Baukredit von rund 1,5 Millionen Franken für einen Umbau mit Erweiterung des Berggasthauses Alp Rohr abstimmen.
Architekt Peter Büchel stellte den Ortsbürgern das Projekt im Detail vor. (Bild: Thomas Schwizer)

Architekt Peter Büchel stellte den Ortsbürgern das Projekt im Detail vor. (Bild: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

Bereits im Oktober 2017 hat sich bei einer Ortsbürgerbegehung das nun vorliegende Projekt als Favorit abgezeichnet, am Montagabend hat die Ortsgemeinde im Altersheim Forstegg detailliert informiert: Das Berggasthaus Alp Rohr soll umfassend modernisiert und mit einem Anbau versehen werden. Das Projekt biete eine komplette Mängelbehebung, eine klare Kostentransparenz, sei nachhaltig, werterhaltend und längerfristig kostengünstiger als andere Varianten, stellte Ortsgemeindepräsident Daniel Göldi fest.

Architekt Peter Büchel stellte das Projekt detailliert vor. Er ging dabei speziell auf die Bereiche Energie- und Trinkwasserversorgung sowie Abwasserentsorgung ein. Er konnte auch auf Erfahrungen mit anderen Berghausprojekten wie Zwinglipasshütte oder Bollenwees verweisen. Die gesamte Infrastruktur müsse, heutigen Vorschriften und Bedürfnissen entsprechend, umfassend erneuert werden. Es entstehe keinesfalls ein Hotel, der Charakter des Berggasthauses inklusive Gaststube bleibe erhalten.

«Ortsgemeinde kann sich diese Summe leisten»

Insgesamt wird die Erneuerung und der Ausbau des Berggasthauses Alp Rohr circa 1,45 bis 1,6 Millionen Franken kosten. Die Ortsgemeinde Sennwald könne sich diese Summe leisten, stellte Daniel Göldi fest. Die Betriebskosten werden auf 10000 bis 15000 Franken pro Jahr geschätzt. Der Ortsverwaltungsrat sehe zum vorliegenden Projekt keine Alternative. Wenn die Ortsbürgerversammlung den Kredit bewilligt, sieht der «sportliche Zeitplan» inklusive Bewilligungsverfahren eine Realisierung von Mai bis November 2019 und eine Neueröffnung im Mai 2020 vor.

«Zeitlich sind wir auf dem letzten Drücker», sagte Daniel Göldi. Insbesondere die nötige Totalerneuerung der Abwasserbehandlung und -entsorgung habe sich erst kürzlich in einer Besprechung mit dem zuständigen Amt des Kantons St. Gallen bestätigt. Darum könnten Gutachten und Antrag noch nicht mit dem Jahresbericht verschickt werden. Ab 29. März seien sie auf der Homepage der Ortsgemeinde aufgeschaltet und könnten im EW Sennwald auf Papier bezogen werden. Der Kanton beurteile das vorliegende Gesamtprojekt als bewilligungsfähig.

Die Mängel erlauben keinen Weiterbetrieb

Der Ortsgemeindepräsident zeigte eingangs auf, warum dringender Handlungsbedarf besteht. Die heutige Trinkwasserqualität genügt ebenso wenig wie die Abwasserentsorgung. Die Energieversorgung ist desolat, die Einrichtungen für Brand- und Personenschutz fehlen weitgehend, diverse Baumängel sind vorhanden, Schlafräume und Sanitäranlagen sind ungenügend. «Die wesentlichen Mängel erlauben keinen Weiterbetrieb der Gastwirtschaft», brachte es Daniel Göldi auf den Punkt.

Es gehe für die Ortsgemeinde Sennwald als Eigentümerin um Haftungsfragen und einen möglichen Imageschaden. «Die Alp Rohr ist unser Aushängeschild und ein beliebtes Ausflugsziel über die Region hinaus.» Darum gelte es das Berggasthaus mit der notwendigen Infrastruktur für den Gemeinschaft zu erhalten, ist der Ortsverwaltungsrat überzeugt.

Die Reaktionen der über 60 Ortsbürger am Montagabend waren nach den detaillierten Ausführungen und der Beantwortung von Fragen betont positiv.

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