Seit Jahrhunderten genutzte erneuerbare Energie

GRABS. Das Forum CVP 60Plus Werdenberg-Sarganserland lud zum Frühjahrsanlass ein. Besucht wurde der Grabser Mühlbach. Zu Beginn der Besichtigung regnete es noch.

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«Müller» Werner Hungerbühler erläutert die Maismühle in Grabs. (Bild: Picasa)

«Müller» Werner Hungerbühler erläutert die Maismühle in Grabs. (Bild: Picasa)

GRABS. Das Forum CVP 60Plus Werdenberg-Sarganserland lud zum Frühjahrsanlass ein. Besucht wurde der Grabser Mühlbach. Zu Beginn der Besichtigung regnete es noch. In seiner Begrüssung wies der Werdenberger 60Plus-Obmann Josef Dudli jedoch darauf hin, dass Regen halt eine notwendige Grundlage für die Wasserkraft sei, selbst wenn man sich für diese Besichtigung natürlich Sonnenschein gewünscht hätte. Nach einem kurzen geschichtlichen Einstieg begaben sich die Teilnehmer in zwei Gruppen unter kundiger Führung der Fachleute des Vereins Grabser Mühlbach auf die Wanderung entlang eines Teils der Strecke.

Objekte als Höhepunkt

Der Grabser Mühlbach – zum Teil offen, zum Teil verdeckt geführt – wurde vor Jahrhunderten künstlich angelegt. Der Zweck war die Nutzung der Energie. Während es heute allgemein üblich ist, die Wasserkraft auf einem Umweg über die elektrische Energie zu nutzen, erfolgte die Nutzung früher direkt, das heisst über Wasserräder, welche die entsprechenden Maschinen und Geräte direkt in Bewegung setzten.

Ein technisches Bijou

Auch wenn der Anblick des Bachlaufs des Mühlbachs allein schon sehenswert ist, so waren die Highlights doch die einzelnen Objekte, welche von innen besichtigt und durch die kundigen Fachleute des Mühlbachvereins erklärt und teilweise in Betrieb genommen wurden. Aus den zahlreichen Objekten wurden vier ausgewählt und vertieft besichtigt, nämlich die Objekte Schafwollverarbeitung, Stickerei, Werkzeugschmiede und Maismühle. Vor allem letztere ist ein technisches Bijou, liebevoll detailgetreu wieder instand gesetzt. Und die Begeisterung, mit welcher «Maismüller» Werner Hungerbühler bei der Arbeit war und erzählte, steckte die Zuschauer förmlich an.

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmenden zum Apéro und zu Kaffee und Kuchen. Die beiden CVP-Nationalratskandidaten der Regionen Werdenberg und Sargans, Barbara Dürr und David Imper, nutzten die Gelegenheit für eine kurze Vorstellung. Barbara Dürr aus Gams nahm die vorangegangene Besichtigung als Ausgangspunkt, um in verständlichen Worten die Energiepolitik des Bundes zu erläutern, welche ja vor allem auf die erneuerbare Energie setzt. David Imper aus Mels-Heiligkreuz zeigte anhand einiger Beispiele aus seiner politischen Alltagsarbeit auf, wie man bei den entsprechenden Stellen, sei dies beim Bund oder beim Kanton, im persönlichen Gespräch sich hartnäckig für Verbesserungen einsetzen muss, um eine Wirkung zu erzielen.

Zum Schluss wies der neue Obmann fürs Sarganserland, Balz Manhart, auf den 60Plus-Herbstanlass im Raum Sarganserland hin. Er findet im 29. September statt und ist dem Thema «Sicherheit im Alter» gewidmet. Gastreferent ist Sicherheitsfachmann und Nationalratskandidat Beda Sartory aus Wil. (pd)