SCHWINGEN: Vom Schwingkeller an die Frühlingssonne

95 Aktive nahmen am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwingfest in Thal teil. Armon Orlik gewann im Schlussgang der ersten Standortsbestimmung dieser Saison gegen Domenic Schneider.

Emil Bürer
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Armon Orlik gewinnt im Schlussgang gegen Domenic Schneider (links). Es ist sein dritter Sieg am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwingfest. (Bild: Pascal Schönenberger)

Armon Orlik gewinnt im Schlussgang gegen Domenic Schneider (links). Es ist sein dritter Sieg am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwingfest. (Bild: Pascal Schönenberger)

Emil Bürer

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Zum zweiten Mal nach 2005 – schon damals fand das Rheintal-Oberländische Verbandsschwinget in Thal statt – hat sich die örtliche Männerriege entschlossen, das Verbandsschwingfest 2018 zu organisieren. Auch damals schon amtete Xaver Martin als umsichtiger OK-Präsident.

Die wackeren Mannen der Männerriege Thal leisteten tadellose Arbeit und liessen das diesjährige Verbandsschwingfest für Aktive und Zuschauer zu einem unvergesslichen Fest werden. Für die Schwinger wurde einmal mehr ein prächtiger Gabentempel bereitgestellt.

Zuverlässig – wie seit Jahren – erwies sich einmal mehr Petrus. Einmal mehr stellte er nach einer trüben und nasskalten Karwoche rechtzeitig zum Ostermontag auf Schwingfestwetter. So herrschten bei trockenem Wetter recht angenehme Temperaturen. Insgesamt traten 95 Aktive aus den Gastkantonen Appenzell, Graubünden und Thurgau sowie aus allen St. Galler Unterverbänden zum Wettkampf an. Man spürte es förmlich, wie die Aktiven darauf warteten, endlich vom staubigen Schwingkeller an die warme Frühlingssonne ins Freie zu wechseln. Thal bedeutete eine erste wichtige Standortbestimmung für die kommende Saison.

Erstklassige Besetzung mit neun Eidgenossen

Das hochkarätige Teilnehmerfeld mit neun Eidgenossen, angeführt von den Youngsters Armon Orlik und Samuel Giger zeigte den rund 2700 Zuschauern offensiven und meist attraktiven Schwingsport vom Feinsten. Bereits von Beginn weg herrschte eine tolle Stimmung und nicht selten gab es Szenenapplaus für die Schwinger.

Nicht-Kranzfeste bieten eine ideale Gelegenheit vor allem auch für die Jungen, ohne Druck wertvolle Erfahrungen zu sammeln, ihr Gelerntes umzusetzen und vielleicht sogar für eine Überraschung zu sorgen.

Dank des Gestellten im dritten Gang zwischen den bis anhin siegreichen Samuel Giger und Armon Orlik rückten die Favoriten um den Festsieg wieder nahe zueinander, das Fest war wieder offen und an Spannung kaum mehr zu überbieten. Den vierten Gang konnten die Hauptfavoriten allesamt siegreich gestalten, sodass es um den Einzug in den Schlussgang nach wie vor äusserst spannend blieb. Um den Einzug in die Endausmarchung siegte Armon Orlik gegen Mario Schneider, während Samuel Giger und Michael Bless wie auch Martin Hersche gegen Michael Rhyner nicht über einen Gestellten hinauskamen.

Zum Schlussgang konnten sich somit die beiden Eidgenossen Armon Orlik und Domenic Schneider qualifizieren. Nach knapp fünfeinhalb Minuten gelang es dem Bündner Armon Orlik mit Konter eines Kurz von Domenic Schneider.

Armon Orliks dritter Streich

Für Orlik bedeutet dies bereits den dritten Sieg am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwingfest, und zudem nach 2016, 2017 nun ein reiner Hattrick.

Für die gastgebenden Rheintal-Oberländer mussten in Abwesenheit des Teamleaders Ruedi Eugster und der Bernold-Brüder Edi und Christian die Jungen die «Kohlen aus dem Feuer» holen.

Als Bester erwies sich dabei der junge Janosch Kobler (Jahrgang 2000) aus Oberriet im 9. Rang mit drei Siegen, zwei Gestellten und lediglich einer Niederlage.