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SCHWINGEN: Trotz Verletzungspech Soll erfüllt

14 Kränze für die Rheintal-Oberländer-Aktiven – ein durchaus erfreuliches Fazit – und Freude über die Leistungen des Nachwuchses, lautet die Bilanz des Rheintal-Oberländischen Schwingerverbandes.
Der Grabserberger Johannes Eggenberger (hinten) konnte sich fünf Zweige und einen Kategoriensieg erschwingen. (Bilder: Emil Bürer)

Der Grabserberger Johannes Eggenberger (hinten) konnte sich fünf Zweige und einen Kategoriensieg erschwingen. (Bilder: Emil Bürer)

Höhepunkt des vergangenen Schwingerjahres war zweifellos der nur alle sechs Jahre stattfindende Unspunnen-Schwinget Ende August in Interlaken. Vom Quartett des Rheintal-Oberländischen Verbandes erfüllte einzig Routinier Ruedi Eugster einigermassen die Erwartungen. Die beiden Melser Marco Good und Christian Bernold (beide Jahrgang 1996) sowie der Mittelrheintaler Beda Coray (1988) verpassten den Ausstich klar. Ganz an der Spitze gab es wenig neue Gesichter.

Mit lediglich 56 Saisonkränzen fiel die St. Galler Bilanz ähnlich schlecht aus wie letztes Jahr und wie seit über mehr als 50 Jahren nicht mehr. Kein Vergleich zum Rekordjahr 2008 mit 101 Kränzen. Die interne Hitliste der St. Galler nach Anzahl Eichenlaub wird angeführt von Daniel Bösch mit sieben Kränzen, gefolgt von Dominik Oertig mit sechs und Lars Geisser mit fünf Exemplaren Eichenlaub.

St. Galler zerrissen keine grossen Stricke

An Kranzfesten konnte sich lediglich Daniel Bösch am St. Galler Kantonalen und auf der Schwäg­alp als Sieger feiern lassen. Nöldi Forrer konnte seinen Kranzrekord um drei weitere Exemplare auf nunmehr 145 Kranzgewinne anheben. Erfreulich die drei Neukranzer Michael Bernold, André Büsser und Damian Ott. Lars Geisser und Beda Coray konnten sich erstmals NOSV-Eichenlaub erschwingen. Die acht am Unspunnen-Schwinget angetretenen St. Galler zeigten unterschiedliche Leistungen und zerrissen insgesamt keine grossen Stricke. Einmal mehr fehlte ein Exploit. Die minimale Zielsetzung, auch im Ausstich noch dabei zu sein, erfüllten nur Daniel Bösch, Unspunnen-Sieger der letzten Austragung vor sechs Jahren, und der Melser Routinier Ruedi Eugster.

Insgesamt konnten sich die Rheintal-Oberländer im abgelaufenen Schwingerjahr 14 Kranz­erfolge (Vorjahr 11) erschwingen: eine durchaus zufriedenstellende Bilanz. Die Verletzungshexe verhinderte einmal mehr eine noch bessere Ausbeute. Mit Fredi Kohler fehlte eine wichtige Stütze während der ganzen Saison. Dazu fielen auch die Bernold-Brüder Edi und Christian infolge Verletzungspech teilweise aus.

Mit dreimal Eichenlaub steht das Melser Trio Ruedi Eugster, Christian Bernold und Marco Good zusammen mit dem Mittelrheintaler Beda Coray zu Buche. Einmal konnte Edi Bernold vor die Kranzjungfern treten. Erfreulich der erste Kranzgewinn des erst 18-jährigen Michael Bernold am St. Galler Kantonalen in Rapperswil-Jona, an welchem sich die Melser gleich fünf Kränze erobern konnten. Herausragend dabei auch der dritte Rang durch Christian Bernold. Ebenso erwähnenswert der erste Teilverbandskranz von Beda Coray am Nordostschweizerischen Teilverbandsfest in Davos.

Auch im Rheintal-Oberländischen Schwingerverband wird seit Jahren ein besonderes Augenmerk auf die Förderung des Nachwuchses gelegt. Insgesamt 61 Kantonal-Zweige, sieben NOSV-Doppelzweige und vier Kategoriensiege sind das Resultat der Arbeit im Nachwuchsbereich.

Das 14. NOSV-Nachwuchsschwingfest fand Mitte Juni im zürcherischen Rikon statt. Dabei erschwang sich der Melser Nachwuchs durch Fabian Bärtsch, Jan Mannhart, Urban Raschle und Luca Walser vier Doppelzweige. Mit Janosch Kobler, Remo Schmid (Marbach) und Gian Schmid (Lüchingen) konnten auch drei Mittelrheintaler Jungs den begehrten Doppelzweig in Empfang nehmen. Fabian Bärtsch (Flumserberg) konnte sich dabei in seiner Kategorie (Jahrgang 2000) gar als Sieger feiern lassen. Janosch Kobler (2000) aus Oberriet siegte am Glarner Kantonalen. An Buebeschwingfesten ohne Zweig­abgabe siegten Remo Schmid (2002) und Johannes Eggenberger (2009) vom Grabserberg je einmal in ihrer Alterskategorie.

Nach Anzahl Zweigen stehen Jan Mannhart und Urban Raschle (beide 2003) mit sechs Zweigen an der Spitze der internen Hitliste. Nach diesen beiden folgen Gian Schmid (2003) und Johannes Eggenberger mit je fünf Zweigen sowie Janosch Kobler mit vier solchen Exemplaren.

Verbandsschwingfest als Höhepunkt

Das Rheintal-Oberländische Verbandsschwingfest in Trübbach stand unter dem Motto «50 Jahre Schwingklub Wartau». Der SK Wartau, in Zusammenarbeit mit dem Turnverein Azmoos, unter OK-Präsident Franco Chiani leistete hervorragende Arbeit. Bei idealen äusseren Bedingungen verfolgten gut 3800 Zuschauer auf dem grosszügig angelegten Schwingplatz bei den Schulanlagen Seidenbaum in Trübbach die meist attraktive Schwingerarbeit. Das Schwingerliste umfasste 125 Aktive aus den NOSV-Kantonen Appenzell, Graubünden, Thurgau und die «eigenen» St. Galler, dazu auch Gäste vom Schwingklub Aarberg (Bern) und der Schwingersektion Nidwalden. Angeführt wurde das Teilnehmerfeld von elf Eidgenossen, darunter Unspunnen-Sieger Daniel Bösch und Armon Orlik, dem Aufsteiger der letztjährigen Saison. Im Schlussgang besiegte der Bündner Armon Orlik den Innerschweizer Gast Lutz Scheuber nach 5:48 Minuten mit Kurz und Bodenarbeit und wiederholte damit seinen Sieg aus dem Vorjahr.

Der Schwingklub Mels mit Wendelin Gantner als OK-Präsident bot dem Nachwuchs wie den 1200 Zuschauern tadellose Voraussetzungen. Eingeteilt in vier Alterskategorien boten die 378 zum Wettkampf angetretenen Knaben aus allen sieben NOSV-Kantonen guten Schwingsport. Der Nachwuchs bis hin zu den Knirpsen wusste mit attraktiver Schwingerarbeit und teils schon recht ausgefeilter Technik zu gefallen. Auf den sechs Sägemehlplätzen bei den Schulanlagen Kleinfeld ging es von Beginn weg forsch zur Sache. Geschwungen wurde in vier Kategorien ab Jahrgang 2002 bis zu den Knirpsen mit Jahrgang 2009, wobei immer zwei Jahrgänge zusammengefasst wurden. (eb)

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