SCHWINGEN: Motiviert fürs Königscamp

Der elfjährige Elias Tschumper aus Stein ist einer von 80 Teilnehmern des fünften Königscamps, das Ende Juli/Anfang August erneut im obersten Toggenburg stattfindet. Seine Vorfreude ist riesig.

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Elias Tschumper gehört zu den Glücklichen, die am Königscamp teilnehmen dürfen. (Bild: Pascal Schönenberger)

Elias Tschumper gehört zu den Glücklichen, die am Königscamp teilnehmen dürfen. (Bild: Pascal Schönenberger)

Bereits zum fünften Mal findet in der ersten Augustwoche das nationale Jungschwingerlager «Königscamp» in Wildhaus statt. 80 Jungschwinger aus der ganzen Schweiz im Alter zwischen 10 und 15 Jahren trainieren beim Berggasthaus Oberdorf während einer Woche mit den besten Schwingern der Schweiz. Zu den glücklichen Teilnehmern gehö­ren auch acht Jungschwinger des Schwingclubs Wattwil. Einer von ihnen ist Elias Tschumper aus Stein, welcher besonders motiviert für das Camp in seiner engeren Heimat ist.

Motto – Lerne von den Besten

Schwingerkönig Matthias Sempach wird am Mittwoch, 2. August, zusammen mit der Schwingerkönigin Sonia Kälin und mit seinem Klubkollegen Remo Käser den Nachwuchs trainieren. Unter dem Motto «Lerne von den Besten» können sich die Jungschwinger auf weitere Topathleten freuen. Am Montag startet das Camp mit dem Glarner Eidgenossen Roger Rychen, welcher zusammen mit Samir Leuppi dem Nachwuchs sein Können zeigen wird. Der Nationalfeiertag wird vom Appenzeller Raphael Zwyssig «gemanagt». Am Donnerstag werden die beiden Nordwestschweizer Nick Alpiger und David Schmid die 80 Jungschwinger fordern. Fast schon traditionsgemäss leitet der Thurgauer Routinier Stefan Burkhalter am Freitag das Abschlusstraining. Nebst dem Training im ­Sägemehl wird auch ein spannendes, polysportives Programm im Angebot sein.

Der elfjährige Steiner Elias Tschumper trainiert normalerweise jede Woche im Schwingkeller in Stein und in Ebnat-Kappel. In diesem Sommer nimmt er zusammen mit 80 anderen Jungschwingern am Königscamp in Wildhaus teil. Der Jungschwinger des Schwingclubs Wattwil ist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal dabei und steckt voller Vorfreude. «Ich freue mich sehr auf das Königscamp, denn ich kann neue Leute kennen lernen und vieles lernen. So eine Woche fasziniert und motiviert mich sehr», gibt der Sennenschwinger preis. Sieben weitere Clubkollegen hatten ebenfalls das Glück, dass sie am Camp teilnehmen dürfen. Dazu muss man wissen, dass das Königscamp wenige Stunden nach der Aufschaltung bereits ausgebucht ist. Auf die Frage, was ihn am Schwingsport fasziniert, kommt der junge Mann ins Schwärmen. «Es gibt viele Faktoren, die mich faszinieren. Zum einen der Kampf Mann gegen Mann, bei dem ich schauen kann, wie stark ich und meine Gegner sind. Zum anderen der Lerneffekt in Sachen Disziplin.» Die Kameradschaft und die Fairness sowie der Respekt gegenüber dem Gegner beeindrucken den Jungschwinger genauso. Im Königscamp lerne er von den besten Schwingern die besten Schwünge, die er schon an seinen Wettkämpfen einsetzen konnte. «Solche Sachen motivieren mich, dann kann ich ­Vollgas geben», meint Elias Tschumper.

Vor dem Camp in die Ferien

Bevor der junge Schwinger am 31. Juli ins Königscamp einrückt, geniesst er zusammen mit der Familie einige Ferientage im Südtirol. Danach sei er erholt und voller Freude bereit für eine Woche Schwingtraining. Samuel Giger, sein grösstes Vorbild, ist leider nicht Gasttrainer in Wildhaus. Trotzdem konnte er von ihm schon einige Schwünge ­abschauen. Dasselbe tat er ­ bei Matthias Sempach. Der Schwung «Sempach Spezial» verhalf ihm an den Buebeschwinget schon öfter zum Sieg. Zusammen mit seinen sieben Wattwiler Kollegen wird er wahrscheinlich das Zimmer in Wildhaus teilen, was bekanntlich in einem Lager immer ein Höhepunkt ist. Wer weiss, vielleicht kann Elias Tschumper mit seiner Faszination und Motivation für den Schwingsport in die Fussstapfen seiner Vorbilder treten und mit den gelernten Schwüngen aus dem Königscamp Erfolge feiern.

Pascal Schönenberger

redaktion@wundo.ch