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Schweizer Konten werden gläsern

Vaduz Nun steht die Ampel für den automatischen Informationsaustausch (AIA) über Finanzkonten zwischen Liechtenstein und der Schweiz definitiv auf Grün. Das hat der Landtag, das Parlament des Fürstentums, am Freitag einhellig beschlossen. Erste Informationen sollen bereits 2019 gegenseitig ausgetauscht werden, und zwar auf der Datenbasis des Jahres 2018.

Welche Auswirkungen der AIA zwischen den beiden Ländern auf die Höhe der Gelder von Schweizer Kunden auf Liechtensteiner Banken haben wird, ist umstritten. Tatsache ist aber, dass allein bei den Steuerbehörden des Kantons St. Gallen bereits im Jahr 2016 rund 72 Millionen Franken deklariert worden sind, die unversteuert in Liechtenstein parkiert waren. Der sich abzeichnende automatische Informationsaustausch dürfte seither weitere Schweizer veranlasst ­haben, ihre Konten auf Liech­tensteiner Banken offenzulegen und ihren Steuerbehörden zu melden. (ts)4

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