«Schweiz ist für Liechtenstein eine sehr wichtige Partnerin»

BERN/VADUZ. Regierungschefstellvertreter Thomas Zwiefelhofer besuchte in seiner Funktion als Wirtschafts- und Innenminister des Landes Liechtenstein Bern und wurde dort von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Bundesrat Johann Schneider-Ammann zu jeweils einem Arbeitsgespräch empfangen.

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BERN/VADUZ. Regierungschefstellvertreter Thomas Zwiefelhofer besuchte in seiner Funktion als Wirtschafts- und Innenminister des Landes Liechtenstein Bern und wurde dort von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Bundesrat Johann Schneider-Ammann zu jeweils einem Arbeitsgespräch empfangen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Bundesrätin Widmer-Schlumpf konnten die persönlichen Beziehungen weiter vertieft werden. Die Schwerpunkte beider Gespräche waren ähnlich gelagert, es wurden verschiedene Aspekte aktueller finanz- und wirtschaftspolitischer Themen diskutiert.

Zollvertrag bewährt

Thomas Zwiefelhofer drückte die Wertschätzung des Fürstentums Liechtenstein für das kontinuierliche Engagement des schweizerischen Grenzwachtkorps und des Schweizer Zolls am Grenzübergang Schaanwald/Tisis und den kleineren Grenzübergängen aus, schreibt die Verwaltung des Landes Liechtenstein. Er dankte Bundesrätin Widmer-Schlumpf für diese wertvolle Arbeit beider Organisationen. Der Zollvertrag habe sich in seinen 90 Jahren mehr als bewährt und die engen, freundschaftlichen Beziehungen Liechtensteins mit der Schweiz und die gemeinsamen Ziele haben zu grossen wirtschaftlichen Erfolgen geführt, so Regierungschefstellvertreter Zwiefelhofer.

Gemeinsame Ziele

Mit Bundesrätin und Finanzministerin Widmer-Schlumpf besprach Thomas Zwiefelhofer neben den Aspekten der Grenzschutzaktivitäten auch die Entwicklungen im Bereich Zollwesen. Liechtenstein setzt sich für den Erhalt des Grenzüberganges Schaanwald/Tisis im bisherigen Umfang ein, als wichtigen Schnittpunkt in der Wirtschaftsregion Rheintal und besonders als wirtschaftliches Tor Liechtensteins in den EWR.

Zusammenarbeit der Nachbarn

In seiner Eigenschaft als Wirtschaftsminister informierte Thomas Zwiefelhofer Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf darüber, wie sich die Aufhebung des Franken-Euro- Mindestkurses vom Januar 2015 auf den Werkplatz Liechtenstein ausgewirkt hat.

Die Gesamtexporte des 1. Quartals 2015 gingen um 9,8 Prozent zurück, was sich im Rahmen des Währungsverlustes bewegt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte stimmen aber zuversichtlich, dass sich die Schweizer und die Liechtensteiner Wirtschaft auf die veränderte Wechselkurssituation einstellen werden. Dies dürfte zwar etwas Zeit brauchen und auf dem Arbeitsmarkt auch Spuren hinterlassen, beide Länder haben jedoch bereits konkrete Massnahmen eingeleitet, um ihre jeweiligen Werkplätze bestmöglich zu unterstützen.

«Schweiz ist unsere Verbündete»

Thomas Zwiefelhofer war es ein Anliegen, gegenüber den beiden Schweizer Regierungsvertretern deutlich die grosse Bedeutung der Schweiz für Liechtenstein hervorzuheben: «Die Schweiz ist für uns eine sehr wichtige Partnerin, wirtschaftlich, politisch und sozial. Sie ist unsere Nachbarin und Verbündete, und wir schätzen ihr internationales Engagement für unsere gemeinsamen Anliegen ausserordentlich», sagte er. Die Zusammenarbeit Liechtensteins und der Schweiz sei für beide Seiten vorteilhaft und Liechtenstein möchte an dieser erfolgreichen Partnerschaft auch in Zukunft festhalten. (pd)

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