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Schweigende und gesprächige Partner

Adi Lippuner

Mit Bernhard Russi konnte ein ehemaliger Spitzensportler engagiert werden, der sich selbst als Marke positioniert hat. Doch ­Moderatorin Regula Späni war auch mit schweigenden Gästen konfrontiert. Was tun, wenn die beiden Sennen, welche für den Appenzeller Käse werben, einfach schweigend auf der Bühne sitzen? Für Moderatorin Regula Späni war Bernhard Russi die Rettung, denn er antwortete bereitwillig auf ihre Fragen. Er sieht sich selbst weder als Marke noch als Ikone. «Ich bin immer mich selbst geblieben, auch wenn mir schon in jungen Jahren klar war, dass für den Erfolg einiges getan werden muss.» Zudem sei er ­immer mit der Natur und den Bergen und seinem Heimatort Andermatt verbunden geblieben.

Und auf die Frage, ob er es gut finde, dass es auf den Pisten immer spektakulärer zu- und her- gehe, meinte Bernhard Russi: «Mehr Spektakel, also schwierigere Pisten, ist nicht negativ. Bei Schlägen und Unebenheiten sind die Sportler konzentrierter und auch langsamer unterwegs, und dies bringt mehr Sicherheit.»

Geht es um das letzte Quäntchen, welches zum Erfolg nötig ist, plädiert Bernhard Russi für den spielerischen Umgang mit der Situation. Und zur Kommerzialisierung des Sports war zu hören: «Wenn einem Spitzensportler, der in Wengen oder Kitzbühl am Start steht, das Angebot gemacht würde, entweder Sieg oder eine Million Franken, würde sich jeder für den Sieg entscheiden. Am Start denkt jeder an den Sieg, hat Angst vor der Niederlage, aber das Geld steht nicht im Vordergrund.»

Dies stehe im Gegensatz zur Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Deshalb lehne er hohe Transfersummen – auch wenn Christoph Schredt den Zusammenhang zwischen Nachfrage und Preis schlüssig erklärt habe – ab. Bernhard Russi glaubt an den Menschen und seine Bereitschaft, Leistungen zu erbringen und Grenzen auszuloten. «Dies zeigt sich schon bei Kindern, die gerne überall klettern, und jeder Sportler möchte besser sein als sein Gegner.» Dann noch ein grosser Wunsch: «Es sollte in jeder Schule täglich eine Lektion Sport geben, damit Kinder und Jugendliche wieder mehr Bewegung haben.»

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

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