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Schwache Jungtiere wegen Regen

Das kalte und nasse Wetter, das uns der Frühsommer bescherte, bereitete den jungen Störchen in der Region Schwierigkeiten. Doch auch für andere Wildtiere wird es Zeit, dass die Temperaturen steigen.
Saskia Bühler
Ein Storch mit seinen Jungen in ihrem Horst im Saxerriet. (Bild: Thomas Schwizer)

Ein Storch mit seinen Jungen in ihrem Horst im Saxerriet. (Bild: Thomas Schwizer)

REGION. Die Storchenkolonien im Rheintal, die vom Verein Rheintaler Storch überwacht werden, konnten dem nassen Frühsommer grösstenteils erfolgreich trotzen.

Die insgesamt 78 Brutpaare haben mindestens 71 Junge zur Welt gebracht, die nun bereits ein flauschiges Federkleid tragen. Dieses hilft ihnen dabei, sich vor der Witterung zu schützen, wie Reto Zingg vom Verein Rheintaler Storch erklärt. Da es im Juni meist ziemlich mild war, seien die Rheintaler Jungstörche mehrheitlich vor dem Schicksal des Kältetods verschont geblieben. Lediglich im Gebiet rund um den Bodensee waren ein paar wenige Ausfälle zu verzeichnen, erzählt Zingg.

Der bevorstehende Temperaturanstieg ist ein grosser Vorteil für die wärmeliebenden Weissstörche. Die Jungstörche gedeihen und können ihre ersten Ausflüge mit trockenem Gefieder in Angriff nehmen.

Wenig Ausfälle bei Rehen

Auch bei den einheimischen Wildtieren wird ein vom schlechten Wetter verursachter, leichter Ausfall zu verzeichnen sein, wie Urs Büchler, zuständiger Wildhüter für das Gebiet Obertoggenburg, erklärt.

Bei Rehen und Hirschen wird es dieses Jahr wohl einen leichten Ausfall geben, weil die Tiere unter nicht vorteilhaften Bedingungen zur Welt gekommen und dadurch von Geburt an kleiner und schwächer sind als in Jahren mit günstigeren Wetterbedingungen.

Bis jetzt müssen Büchler zufolge jedoch noch keine besorgniserregenden Einbussen verzeichnet werden.

Wenn die Temperaturen wie vorhergesagt in den nächsten Tagen und Wochen steigen, werden sich auch die Bestände von Rehen und Hirschen gut entwickeln. Urs Büchler ist zuversichtlich, dass voraussichtlich ein Grossteil der Kitze dieses Jahr überleben wird.

Vor allem Bodenbrüter betroffen

Schlimmere Konsequenzen hat das schlechte Wetter für einheimische Vögel, genauer gesagt für einheimische Bodenbrüter. Gerade jetzt, wo es vor kurzem in höheren Lagen noch einmal Schnee gegeben hat, ist es für deren Nachwuchs kritisch, ob er diesen Sommer überleben wird.

Die Küken sind in einer ungünstigen Umgebung zur Welt gekommen und dadurch geschwächt. Ihnen droht deshalb eine grössere Gefahr durch Nässe und Kälte, wenn die Eltern das Nest einmal verlassen, erläutert Büchler.

Im Moment ist es für die Vögel zudem schwierig, genügend Nahrung zu finden. Dadurch wäre es möglich, dass vermehrt Jungvögel verhungern.

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