Schulpräsident tritt nicht mehr an

Am Behördenforum von Orts-, Schul-, und Politischer Gemeinde vom Mittwochabend kamen verschiedene Bauprojekte und Visionen möglicher Bauentwicklungen zur Sprache. Ein Referat zu Tempo-30-Zonen ergänzte das Programm.

Hanspeter Thurnherr
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Das alte Grabser Bürgerheim könnte künftig ein Doppelkindergarten mit Kindertagesstätte werden. Rechts ist ein Teil vom Stütlihus erkennbar, für das ein Erweiterungsprojekt aufgegleist ist. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Das alte Grabser Bürgerheim könnte künftig ein Doppelkindergarten mit Kindertagesstätte werden. Rechts ist ein Teil vom Stütlihus erkennbar, für das ein Erweiterungsprojekt aufgegleist ist. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

GRABS. Die interessanteste Information verkündete Schulratspräsident Diego Forrer am Schluss seiner Ausführungen: Nach drei Amtsdauern werde er Ende 2016 Platz machen «für eine Person mit neuen Ideen». Er betonte insbesondere die angenehme Zusammenarbeit mit dem Gemeindepräsidenten.

Die Schule werde auch künftig investieren, hatte er zuvor erläutert. So stehe die Gesamterneuerung der Informatik an, der Pausenplatz des Schulhauses Berg müsse saniert werden, eine Sanierung des Schulhauses Stauden sei angedacht. Weiter sprach Diego Forrer von der Vision eines Doppelkindergartens im Gebiet Feld und von ersten Projektstudien für die Areal- und Raumentwicklung beim OZ Kirchbünt.

Schwierige Klassenplanung

110 Erstklässler, 40 mehr als in den letzten Jahren, erfordern für 2016/17 zwei zusätzliche Klassen, erklärte der Schulpräsident. Die rückläufige Schülerzahl in der Oberstufe mache andererseits die Klassenbildung (Aufteilung in Sek- und Realklassen) schwierig. Schul- und Gemeinderat werden dieses Jahr «ergebnisoffen» nochmals die Frage der Einheitsgemeinde diskutieren. Weitere Themen waren der neue Berufsauftrag für Volksschullehrer, der Lehrplan 21 und die ersten «durchzogenen» Erfahrungen mit dem neuorganisierten Schwimmunterricht.

Gemeindepräsident Rudolf Lippuner informierte über den Stand beim Ersatzbau Stütlihus. Das Vorprojekt laufe. Ziel sei, 2016 über das Bauprojekt abzustimmen. Das Raumprogramm sieht im Parterre eine ambulante Tagesstruktur vor. Im ersten und zweiten Stock sollen je zwölf Pflege-Bewohnerzimmer entstehen. In einem weiteren Geschoss sind Wohnungen für heimnahes betreutes Wohnen geplant, die aber in Pflegezimmer ausbaubar sein werden.

Bürgerheim für die Kinder

Als Bestvariante für das Bürgerheim habe sich bei den Studien ein Doppelkindergarten samt Kindertagesstätte mit Mittagstisch als möglich und finanzierbar herauskristallisiert (die von Diego Forrer erwähnte Vision Feld). Nun soll ein Vorprojekt mit Raumprogramm und Kostenermittlung mehr Klarheit bringen.

Gutes konnte Lippuner von den Gemeindefinanzen berichten: «Das Ergebnis sollte besser ausfallen als budgetiert.» Er erwartet dank höherer Steuereinnahmen «eine schwarze Null». Mit grösseren Eigenkapital-Bezügen sollte auch in den nächsten paar Jahren eine ausgeglichene Rechnung möglich sein. Doch müsse wohl ab 2017 eine Steuerfuss-Erhöhung in Betracht gezogen werden. «Für 2016 bleibt der Steuerfuss auf 130 Prozent», versicherte der Gemeindepräsident. Vom Streit um die Finanzsoftware sei die Gemeinde Grabs nicht betroffen, sagte Lippuner zum Thema, das in letzter Zeit Schlagzeilen machte.