Schulklasse zu Besuch im Bundeshaus

Die Klasse BAVD1 vom Brückenangebot am bzb Buchs besuchte kürzlich das Bundeshaus in Bern. Lehrerin Karin Steiger bereitete die Teilnehmenden auf diesen Ausflug vor, indem verschiedene Themen der Schweizer Politik diskutiert und besprochen wurden.

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Eindrückliches Treffen: Die Klasse BAVD1 vom Brückenangebot am bzb Buchs mit CVP-Nationalrat Christian Lohr. (Bild: pd)

Eindrückliches Treffen: Die Klasse BAVD1 vom Brückenangebot am bzb Buchs mit CVP-Nationalrat Christian Lohr. (Bild: pd)

BUCHS/BERN. Im Bundeshaus besuchte die Schulklasse für eine Stunde die Session. Nach diesen Eindrücken durften die Schülerinnen ein ausführliches Gespräch mit Nationalrat Christian Lohr führen.

Im Sitzungszimmer der Nation

Nach der Sicherheitskontrolle wurde die Klasse in den Nationalratssaal geführt. Dieser Saal ist ein offenes Haus für alle, das «Sitzungszimmer der Nation» genannt. Auf dem Balkon angekommen, durften die Schülerinnen eine Stunde lang den Nationalräten bei ihrer Sommersession zuhören.

Der Bundesrat will die Finanzierung der Nationalstrassen und des Agglomerationsverkehrs langfristig sichern. Daraus sollen sämtliche Aufwendungen für die Nationalstrassen sowie die Beiträge an den Agglomerationsverkehr finanziert werden. Auf Autos und ihren Bestandteilen erhebt der Bund gegenwärtig eine Verbrauchssteuer von vier Prozent, die sogenannte Automobilsteuer.

Auch wurde heftig über die Besteuerung von Elektromobilen gesprochen. Ausserdem mit dabei war Bundesrätin Doris Leuthard. Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Ein bleibendes Erlebnis

Nach dem Einblick in den Nationalratssaal hatte die Delegation aus Buchs die Möglichkeit, mit Christian Lohr (CVP, Thurgau) ein Gespräch zu führen. Die Schülerinnen durften ihm Fragen stellen, die auch privat sind, und konnten so einen guten Einblick in das Leben eines Politikers werfen. Christian Lohr ist seit seiner Geburt körperlich beeinträchtigt. Wenn er zur Arbeit geht, muss er den Weg am Abend davor gut organisieren, da er nicht Autofahren kann. Er ist im Rollstuhl unterwegs und kann sich so gut fortbewegen.

Die ganze Klasse war sehr begeistert von ihm, da er erzählte, wie sein Alltag abläuft und wie er das meistert. Wie offen und selbstbewusst er ist, war sehr erstaunlich. Er erzählte, dass er Sport liebt und trotz seiner Beeinträchtigung etwas trinken oder auch in den Ausgang geht – wie andere auch.

Materialien aus der Schweiz

Man erlebt das meist anders mit Menschen, die eine Beeinträchtigung haben, jedoch ist Politiker Christian Lohr ein sehr aufgestellter und lebensfreudiger Mann. Da die meisten der Schülerinnen Fachfrau Gesundheit lernen, war dies eine gute und sehr spannende Erfahrung für sie. Sie konnten viel auf ihren Weg mitnehmen und haben gemerkt, dass man auch mit einer Einschränkung sehr lebensfroh sein kann und auch Spass haben kann. Es war ein wirklich eindrückliches und schönes Erlebnis.

Als das Treffen zu Ende war, wurde die Schulklasse in die grosse Kuppelhalle geführt. Dort wurde über verschiedene Sachen berichtet, wie zum Beispiel, dass die reiche künstlerische Ausstattung und die verwendeten Materialien aus allen Landesteilen der Schweiz stammen, so dass sich jeder Besucher willkommen fühlt, wenn er Materialien aus seinem Landesteil erblickt. An der Innenseite der Kuppel erkennt man alle Kantonswappen der Schweiz. Alle Wappen sind in einem Kreis angeordnet; da der Kanton Jura als letzter Kanton im Jahre 1979 zum Bund beigetreten ist, steht er ausserhalb dieses Kreises.

Nach dieser kurzen Führung war der Aufenthalt der Buchser Klasse im Bundeshaus in Bern zu Ende. (pd)