Schreiner bereit für nächste Runde

Zu Beginn der Woche wurden an den Sektionsmeisterschaften 15 Jungschreiner mit Preisen geehrt, darunter auch solche aus der Region. Neun haben sich für die bevorstehenden Schreiner-Meisterschaften qualifiziert.

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Patrick Bregenzer, Vizepräsident des Schreiner-Verbands St. Gallen, überreicht den Siegern ihre Preise. (Bild: pd)

Patrick Bregenzer, Vizepräsident des Schreiner-Verbands St. Gallen, überreicht den Siegern ihre Preise. (Bild: pd)

REGION. Eine Woche lang hobelte, sägte und hämmerte der Nachwuchs in den Werkräumen des sogenannten «fit4job»-Motivationssemesters und -Einsatzprogramms in Heiden um die Wette: 80 von insgesamt 900 Jungschreinerinnen und Jungschreiner aus der ganzen Schweiz massen ihre Fähigkeiten während der Sektionsmeisterschaften des Schreinerverbandes Kanton St. Gallen (VSSM), um sich für die überregionalen Meisterschaften zu qualifizieren. Unter ihnen konnten sich neun Schweizer Nachwuchstalente gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Als Sieger gingen auch David Zäch und Florian Kunz (Schreinerei Paul Stricker GmbH, Grabserberg) und Raphael Pirker (Dütschler AG, Salez) hervor.

Qualität und Schnelligkeit

Unter den Augen zahlreicher Eltern, Lehrer, Kollegen und Ausbilder nahmen bei einem Apéro am Montag 15 Schreiner aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein ihre Preise entgegen. Für ihre Genauigkeit, Sorgfalt und auch ihre Schnelligkeit, mit der sie in der vergangenen Woche innerhalb eines Tages ein Möbelstück herstellten, wurde von den Experten mit hohen Punktewerten belohnt.

Ehrengäste in diesem Jahr waren die Schreiner aus Vorarlberg Österreich, deren sehr gute Leistungen an der Siegerehrung hervorgehoben wurden. Ein besonderes Lob erhielt der Vorarlberger Andreas Erhart.

In der Zwischendisziplin des Powerschreiners gelang ihm ein Spitzenwert von 19,5 bei 20 möglichen Punkten. Beim Powerschreinern müssen die Teilnehmer der Sektionsmeisterschaften einen Gegenstand innert Rekordzeit und ohne maschinelle Hilfsmittel herstellen.

Ein sicherer Sieg

Doch auch unter den Schweizer Nachwuchsschreinern gab es besondere Talente zu bejubeln. So verdiente sich Fabio Holenstein – derzeit im vierten Ausbildungsjahr bei der Schreinerei Egli AG – mit dem zweitbesten Punkteergebnis eine Goldmedaille. «Ich habe vor zwei Jahren im 2013 schon einmal an den Sektionsmeisterschaften teilgenommen. Damals mit einem ähnlich guten Ergebnis», so Holenstein gelassen. «Darum hatte ich mir auch für diese Teilnahme gute Chancen ausgerechnet». Allerdings habe er im Nachhinein das Powerschreinern ein wenig unterschätzt und in dieser Disziplin weniger gut abgeschnitten. Die drei überregionalen Schreiner-Meisterschaften werden zwischen Januar und Mai 2016 abgehalten. (pd)