Schöner Bau, aber ohne Luxus

Am Dienstag sind die Bewohnerinnen und Bewohner ins Wohnheim Felsengrund in Stein zurückgezügelt. Sie lebten während eineinhalb Jahren in Nesslau, in dieser Zeit wurde der Altbau abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Sabine Schmid
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Der neue Hausteil (rechts) des Wohnheims Felsengrund passt sich optisch an den bestehenden aus dem Jahre 2003 an. (Bilder: Sabine Schmid)

Der neue Hausteil (rechts) des Wohnheims Felsengrund passt sich optisch an den bestehenden aus dem Jahre 2003 an. (Bilder: Sabine Schmid)

STEIN. In den Gängen und in einigen Räumen stehen noch Zügelschachteln, dennoch sind die 25 Bewohnerinnen und Bewohner im Wohnheim Felsengrund in Stein angekommen. In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde der zum Teil über 100 Jahre alte Altbau abgerissen. Entstanden ist an seiner Stelle ein moderner Bau mit hellen Zimmern und genügend Platz für die Werkstätten. Diese sind wichtig, damit die Bewohnerinnen und Bewohner im Felsengrund nicht nur ein Zuhause haben, sondern eine Beschäftigung und somit einen geregelten Arbeitstag. «Wir haben einen guten und zweckmässigen Bau realisiert, der ohne jeden Luxus auskommt», resümiert Hansueli Scherrer, der Präsident der Heimkommission und zugleich der Baukommission.

Neubau besser als Sanierung

Der Entscheid für die Realisierung des Neubaus ist 2012 gefallen. Das alte Haus habe den Anforderungen an den Heimbetrieb nicht mehr entsprochen, erklärt Hansueli Scherrer. Das Haus sei durch Anbauten verschachtelt gewesen, und mit dem 2003 errichteten Bau habe es Niveauunterschiede gegeben. Dies habe unter anderem den Ausschlag gegeben, das Gebäude abzureissen und zu ersetzen. Die Heimkommission und das Blaue Kreuz St. Gallen-Appenzell als Träger haben zudem sorgfältig geprüft, ob sich die Investition auszahlt. «Wir sind überzeugt, dass es unser Angebot auch in 20 Jahren noch braucht, vielleicht sogar noch mehr als heute», ist Werner Lieberherr vom Blauen Kreuz überzeugt.

Zeitrahmen eingehalten

Der Architekt Ivan Cavegn hat den Bau projektiert. Es sei ein eigenständiger Bau, der zum bereits bestehenden passt und sich auch in die Landschaft einfügt, beschreibt Hansueli Scherrer. Für den Bau engagierte die Bauherrschaft nach Möglichkeit Toggenburger Firmen. «Es ist ihnen gelungen, preislich mit anderen Anbietern mitzuhalten und qualitativ hochstehende Arbeit zu liefern», sagt Hansueli Scherrer. Der Bau konnte termingerecht und innerhalb des bewilligten Kostenrahmens von rund 4,3 Millionen Franken abgeschlossen werden.

Der Neubau sei bei den Bewohnern immer wieder ein Thema gewesen, sagt der stellvertretende Heimleiter Martin Ackle. Der Baufortschritt wurde anhand von Bildern im vorübergehenden Wohnheim im Heimetli Nesslau gezeigt. Am Dienstag haben die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Zimmer wieder beziehen können.

Die Zimmer sind einfach und zweckmässig eingerichtet.

Die Zimmer sind einfach und zweckmässig eingerichtet.

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