Schnitt-Flexibilität noch nicht optimal

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St. Gallen Eine Arbeitsgruppe soll jeweils Mitte August die Reife der Riedvegetation beurteilen. Das schreibt die St. Galler Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation, die eine flexiblere Handhabung der Schnittzeitpunkte ökologischer Wiesen- und Streueflächen forderte.

Wie die Regierung weiter ausführt, «gibt es nur alle paar Jahre die spezielle Konstellation, dass die Riedvegetation der Jahreszeit entsprechend weit fortgeschritten ist, Ende August sehr trockenes Wetter herrscht und auf den 1. September viel Niederschlag vorausgesagt wird». Wenn bei solchen Bedingungen die Streue geschnitten und abgeführt werde, könne dies zu Schäden am Boden und an der Vegetation führen.

Die Regierung möchte auf solche Konstellationen mit einer entsprechenden paritätisch zusammengesetzten Arbeitsgruppe reagieren können, wie sie in ihrer Antwort schrieb. Diese könnte den Zeitpunkt um maximal fünf Tage vorverlegen. Die Interpellanten, sagte Walter Freund (SVP, Eichberg) in deren Namen, seien zufrieden, weil die Regierung Handlungsbedarf ausmache. Nicht zufrieden sei man wegen der maximalen Frist von nur fünf Tagen, den Schnittzeitpunkt vorzuverlegen. «Es muss eine gemeinsame Lösung gefunden werden, damit die Landwirte wieder mit der Natur und für die Natur arbeiten können», so Freund. Gerade auch, weil heutzutage die Wettervorhersagen viel genauer gemacht werden könnten. Noch sei der Lösungsvorschlag der Regierung nicht optimal. (nr)