Schlusskonzert – klein, aber fein

Die Musikschule Werdenberg bot ein besonderes Konzert mit einem Programm, abgestimmt auf Streichinstrumente, Gitarre, Klavier und Flöte sowie für Solisten. Die Musiker imponierten, allein schon beim Auftakt zum Konzert.

Heidy Beyeler
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Die Cellistinnen der Musikschule trugen zum rundum gelungenen Konzert bei. (Bilder: Heidy Beyeler)

Die Cellistinnen der Musikschule trugen zum rundum gelungenen Konzert bei. (Bilder: Heidy Beyeler)

BUCHS. Es war ein herausforderndes Schuljahr für die Musikschule Werdenberg, wie Florian Heeb in seiner Begrüssung zum Schlusskonzert in der Aula Flöss vermerkte. «Das Konzert wird in angenehmer Länge stattfinden und knapp eine Stunde dauern.» Dass das Konzert dieses Mal kürzer ausfalle, liege darin, dass «wir uns – im positiven Sinne – mit 28 öffentlichen Auftritten sowie dem erfolgreichen Grossanlass in der Lok-Remise vom 6. Juni – intern konkurrenzierten». Die Schüler hätten zusehends keine Energie mehr gehabt, sich auch noch voll für das Schlusskonzert zu engagieren und zu üben.

Beeindruckende Solisten

Allein der Auftakt zum Konzert imponierte. Zu Beginn erlebten die Zuhörer unter der Leitung von Kurt Rothenberger einen Dialog zwischen zwei Trompeten – zum Thema aus der 9. Sinfonie von Beethoven. Dieser Vortrag war eine Zwiesprache zwischen zwei Partnern – bis die drei weiteren Trompeten zum Einsatz kamen. Unter dem Programmpunkt «Gitarrissimo» beeindruckte insbesondere der elfjährige Jonas Neyer aus der Klasse von Florian Heeb mit seinem Soloauftritt.

Violine, Cello und Flöte

Aus der Klasse von Jean Lemaire boten die Gebrüder Max und Justus Felkel einen imponierenden Beitrag. Gemeinsam spielten sie vierhändig die «Sonate in C: Menuetto für Klavier». Max Felkel wählte für seinen Soloauftritt danach Chopins «Walzer op. 62. Nr. 2» – ein anspruchsvolles Stück, mit dem er das Publikum faszinierte. Das Instrumentalensemble (Leitung Cecilia Albert) mit Violinen, Celli und Flöte gab dem klassischen Konzert eine spezielle Note, die dem Publikum angetan war. Bei diesem Stück war wohl das Zusammenspiel mit den einzelnen Gruppierungen von Violine, Cello und Flöte eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, welche die Musikschülerinnen in aussergewöhnlichem Masse anpackten.

Ebenso kam das Trompetenensemble der Bach-Strings kurz vor Ende des Konzertes in Fahrt. Unter der Leitung von Brigitta Bach erklang das am 6. Juni 2015 im ganzen Kanton St. Gallen allüberall zu hörende Stück «St. Gallen klingt». Zu guter Letzt kam das «Rausschmeisser-Stück» – wie Florian Heeb «Guantanamera» nannte – zum Tragen.

Konzerte müssen nicht unbedingt lang anhaltend sein. Das wurde am Samstagabend in der Aula Flöss offensichtlich erlebt. Ein kurzes, erquickliches Konzert kann Gemüter ebenso nachhaltig erheitern wie lang anhaltende Beiträge.

Die Gebrüder Max und Justus Felkel begeisterten am Klavier.

Die Gebrüder Max und Justus Felkel begeisterten am Klavier.