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Schloss-Festspiele bleiben in der Hand der Genossenschaft

GRABS. Der Abstimmung war eine von Emotionen und Sachlichkeit gleichermassen geprägte Diskussion vorausgegangen. Das Resultat fiel sehr deutlich aus: 34 Genossenschafter stimmten gegen, nur 12 für die Auflösung der Genossenschaft Werdenberger Schloss-Festspiele.
Armando Bianco

GRABS. Der Abstimmung war eine von Emotionen und Sachlichkeit gleichermassen geprägte Diskussion vorausgegangen. Das Resultat fiel sehr deutlich aus: 34 Genossenschafter stimmten gegen, nur 12 für die Auflösung der Genossenschaft Werdenberger Schloss-Festspiele. Für eine Auflösung hätte es eine Zweidrittelmehrheit gebraucht, davon war man am Dienstagabend an der Generalversammlung im Grabser «Schäfli» weit entfernt.

Sieben neue Gesichter

Beat Tinner, langjähriger Präsident der Festspiele und unermüdlicher Drahtzieher, konnte mit den Argumenten des Verwaltungsrates, welcher die Auflösung zuhanden der GV formuliert hatte, nicht punkten. Finanzielle und infrastrukturelle Probleme gaben den Ausschlag für den Antrag, was aber aus Sicht von Beat Tinner «nicht zwangsläufig bedeutet hätte, dass die Schloss-Festspiele keinen Platz mehr haben».

Unabhängig vom Entscheid der Versammlung hatten vorgängig sechs Verwaltungsräte ihren Rücktritt bekanntgegeben: Beat Tinner, Annemarie Engler, Daniel Gut, Helmut Kendlbacher, Katrin Frick und Walter Schlegel. An ihre Stelle wurden am Dienstag spontan sieben neue Personen gewählt: Verena Keller (Grabs), Kuno Bont (Werdenberg), Marion Kirschler (Heiligkreuz), Silvia Fuchs (Buchs), Hans Böni (Grabs), Heidi Gantenbein (Grabs) und Arno Malgaroli (Grabs). Da sich die Genossenschaft laut Statuten selbst konstituieren kann, wurden noch keine Ämter vergeben, also auch kein Präsidium gewählt. Es ist derzeit nicht bekannt, wer sich für dieses Amt überhaupt zur Verfügung stellt.

Angst vor endgültigem Aus

Die Stimmung im «Schäfli»-Saal war von emotionalen, kämpferischen Wortmeldungen geprägt. Viele Anwesende fürchteten sich davor, dass die Auflösung der Genossenschaft das Aus für die Schloss-Festspiele nach drei Jahrzehnten bedeuten könnte. Und ebenso viele spürten noch genug Herzblut, Leidenschaft und Feuer in sich, um den Kulturanlass aus eigener Kraft am Leben zu erhalten. In ersten vagen Ansätzen wurde auch darüber nachgedacht, ob der Kulturanlass in der gleichen wie bisher oder in einer anderen Form weitergehen soll. Chorleiter William Maxfield aus Eschen betonte die kulturelle Wichtigkeit des Anlasses für die Region. Walter Grässli aus Wattwil, ein Urgestein der Schloss-Festspiele, beschwor auch die didaktische Bedeutung der Aufführungen, welche für viele der Einstieg in die Welt der Oper sei.

Demgegenüber standen einige Genossenschafter, die es unter den gegebenen Umständen als bessere Variante erachteten, sich aufzulösen und einen neuen Weg zu finden.

Die restlichen Traktanden der Generalversammlung wurden speditiv und einstimmig angenommen. Die Rechnung 2015 schliesst mit einem Minus von etwas mehr als 5000 Franken ab.

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