Schlechte Luft an städtischen Verkehrsachsen

OSTSCHWEIZ. In den Ostschweizer Städten werden die Grenzwerte für das gesundheitsschädigende Stickstoffdioxid noch immer überschritten. Davon betroffen sind in erster Linie die Hauptverkehrsachsen und Plätze mit hohen Frequenzen von Dieselfahrzeugen.

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OSTSCHWEIZ. In den Ostschweizer Städten werden die Grenzwerte für das gesundheitsschädigende Stickstoffdioxid noch immer überschritten. Davon betroffen sind in erster Linie die Hauptverkehrsachsen und Plätze mit hohen Frequenzen von Dieselfahrzeugen. Dies geht aus dem neusten Jahresbericht von Ostluft zur Luftqualität hervor. Mittelfristig versprechen die verschärften Abgasvorschriften Abhilfe.

Gefährdete Risikogruppen

In der unmittelbaren Umgebung vielbefahrener Hauptstrassen sowie in urbanen Gebieten mit vermindertem Luftaustausch ist die Atemluft am stärksten mit Stickstoffdioxid (NO2) belastet. Dies zeigen vertiefte Analysen in den Städten St. Gallen und Zürich durch Ostluft. Unter diesem Namen überwachen die Fachstellen der acht Kantone AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG und ZH sowie des Fürstentums Liechtenstein die Luftqualität in der Ostschweiz.

Die übermässige Luftbelastung setzt vor allem Kinder, ältere Menschen und Kranke einem höheren Gesundheitsrisiko aus. Denn NO2 begünstigt Entzündungen der Atemwege und verstärkt die Reizwirkung von allergieauslösenden Stoffen. Als Langzeitfolgen treten unter anderem häufigere Infektionskrankheiten und eine sich verringernde Lungenfunktion auf.

Handlung bei Dieselfahrzeugen

Wichtigste Quelle der Luftverschmutzung durch Stickoxide, zu denen auch NO2 gehört, sind Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Insbesondere dieselbetriebene Autos, Lieferwagen, Lkw und Busse steuern einen erheblichen Anteil zur entsprechenden Belastung bei.

Für neue dieselbetriebene Fahrzeuge sind Abgasreinigungssysteme zur Reduktion der Stickoxide heute zwingend. Die neuen Abgassysteme versprechen mindestens eine Halbierung des Stickoxid-Ausstosses. Weil die Flottenerneuerung schrittweise erfolgt, dürfte die Einhaltung der NO2-Grenzwerte in Städten erst in einigen Jahren zu erreichen sein. (pd)