Schlaganfallstation im Spital Grabs eröffnet neue Räume

GRABS. Die zertifizierte Schlaganfallstation im Spital Grabs ist in neue Räume umgezogen. Die Diagnostik und Therapie der Schlaganfallstation befindet sich nun am gleichen Ort, auf der Station E. Dadurch kann das Spital seine Ressourcen noch besser nutzen.

Alexandra Gächter
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Assistenzarzt Sebastian Fiedler und die Pflegefachfrau Sarah Näf können vom Überwachungsraum direkt in die Zimmer der Schlaganfall-patienten sehen. (Bild: Alexandra Gächter)

Assistenzarzt Sebastian Fiedler und die Pflegefachfrau Sarah Näf können vom Überwachungsraum direkt in die Zimmer der Schlaganfall-patienten sehen. (Bild: Alexandra Gächter)

GRABS. Die zertifizierte Schlaganfallstation im Spital Grabs ist in neue Räume umgezogen. Die Diagnostik und Therapie der Schlaganfallstation befindet sich nun am gleichen Ort, auf der Station E. Dadurch kann das Spital seine Ressourcen noch besser nutzen.

Die neue Station umfasst drei Zimmer à zwei Betten mit Monitorausstattung, die bei Bedarf rund um die Uhr überwacht werden können. «Das Betreuungsteam bleibt während der gesamten Behandlung dasselbe, wodurch eine sehr hohe Behandlungsqualität möglich ist», sagt Prof. Dr. Christian Berger, Ärztlicher Leiter der Schlaganfallstation, gestern an der Medieninformation.

Die Hälfte darf nach Hause

Im Jahr 2013 wurde die Station nach Schweizer Richtlinien für Hirnschlagzentren zertifiziert. Im Zuge dieser Zertifizierung wurde dem Spital Grabs vorgeschlagen, seine Diagnose-, Überwachungs- und Therapiezimmer am gleichen Ort zu betreiben. Durch den Neubau der Intensivstation im vergangenen Jahr wurde die ehemalige Überwachungsstation frei, in der nun die neue Schlaganfallstation eingerichtet werden konnte. Wenn ein Schlaganfallpatient ins Spital Grabs eingeliefert wird, muss er durchschnittlich während ein bis drei Tagen mit Monitoren überwacht werden. Danach bleibe er ungefähr noch knapp eine Woche im Spital, hiess es an der Medieninformation. Etwa die Hälfte darf danach wieder nach Hause, die andere Hälfte muss für etwa drei bis acht Wochen in die Reha.

Rehabilitation ist aber nicht erst ein Thema nach der Zeit in Grabs, sondern schon von Anbeginn an. «Die Frührehabilitation des Schlaganfallpatienten beginnt bereits bei der Aufnahme des Patienten», sagte die Gruppenleiterin Pflege Schlaganfallstation, Birgit Celi. Dabei stehe der Station ein Team aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden zur Verfügung.

Anzahl Betroffener wird steigen

Pro Jahr werden in Grabs 250 bis 280 Schlaganfallpatienten behandelt. Aufgrund des steigenden Alters der Bevölkerung geht das Spital davon aus, dass diese Zahl steigen wird.

Leider lassen viele Patienten oder Angehörige wertvolle Zeit verstreichen und rufen die Rettung erst spät. • DIE DRITTE