Schlag gegen organisiertes Verbrechen in ganz Europa

DEN HAAG/BERN. Die europäische Polizeibehörde Europol verkündete gestern die grösste je durchgeführte Operation gegen das organisierte Verbrechen in Europa. Über tausend Personen wurden bei der Operation Archimedes festgenommen, die vom 15. bis 23. September dauerte.

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DEN HAAG/BERN. Die europäische Polizeibehörde Europol verkündete gestern die grösste je durchgeführte Operation gegen das organisierte Verbrechen in Europa. Über tausend Personen wurden bei der Operation Archimedes festgenommen, die vom 15. bis 23. September dauerte.

Die Ermittler beschlagnahmten zudem Hunderte Kilogramm Kokain, Heroin und Cannabis. 30 rumänische Kinder wurden gemäss Europol aus der Gewalt von Menschenhändlern befreit.

An der Aktion waren alle 28 EU-Staaten beteiligt. Auch die Schweiz, die USA, Kolumbien, Australien und Norwegen waren involviert. Ausserdem wurden die Behörden durch die EU-Justizbehörde Eurojust und die EU-Grenzschutzagentur Frontex unterstützt.

In der Schweiz sind im Rahmen dieser Operation Archimedes «mehrere potenzielle Opfer von Menschenhandel» aufgespürt worden, wie das Bundesamt für Polizei (Fedpol) mitteilte. Mit ihnen seien Gespräche geführt worden. Weitere Abklärungen seien noch im Gang.

Keine Auskunft wollte Fedpol gestern zu allfälligen Verhaftungen geben. In der Schweiz waren an der Europol-Aktion insgesamt 130 Kantonspolizisten beteiligt. Kontrollen fanden an fünf Dutzend «Örtlichkeiten mit Bezug zum Rotlichtmilieu» in insgesamt acht Kantonen statt, darunter auch St. Gallen.

Laut Auskunft der Kantonspolizei St. Gallen haben die Beamten indes niemanden verhaftet. (sch/cla.)

• THEMA 15/SCHAUPLATZ 28