«Schellen-Ursli»

WERDENBERG. «Schellen-Ursli»: Welch schöner neuer Schweizer Film! Das Werk von Xavier Koller nach dem gleichnamigen Buch von Selina Chönz und Alois Carigiet ist vielleicht der beste volkstümliche Film dieses Schweizer Regisseurs.

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Schellen-Ursli mit Filmfreundin Seraina und Geiss Zilla. (Bild: pd)

Schellen-Ursli mit Filmfreundin Seraina und Geiss Zilla. (Bild: pd)

WERDENBERG. «Schellen-Ursli»: Welch schöner neuer Schweizer Film! Das Werk von Xavier Koller nach dem gleichnamigen Buch von Selina Chönz und Alois Carigiet ist vielleicht der beste volkstümliche Film dieses Schweizer Regisseurs. Die Geschichte spielt naturgetreu vom Spätsommer bis in die kalte Zeit des Unterengadins, wenn dort die Herzen wieder warm werden, bei den meisten wenigstens. Dann ist eben Chalanda Marz, der Brauch des Winteraustreibens, im idyllischen Dörflein angesagt. Und das ist das Fest der Jugendlichen. Die Filmgeschichte ist berührend und herzlich, die jungen Hauptdarsteller sind einfach umwerfend erfrischend und natürlich. Der Schellen-Ursli wird vom 12jährigen Jonas Hartmann listig und lustig verkörpert, und sein Chalanda-Marz-Meitli Seraina heisst in Wirklichkeit Julia Jeker und ist ebenso verschmitzt und schlau, vor allem wenn es um den nicht sehr beliebten Ladenbesitzer-Sohn Roman (Laurin Michael) geht. Das spannende Familiendrama ist um einige Szenen erweitert und auch für alle Erwachsenen höchst unterhaltend. «Schellen-Ursli» ist im Kiwi-Treff Werdenberg zu sehen. (H.R.R.)