Schauplatz für junge Künstler

Etablierte Künstler und Kunstschaffende zeigen im Wildhauser «Chuchitobel» ihre Werke gemeinsam mit dem Nachwuchs: Die «Wildhauser Talente» haben zum 20jährigen Bestehen dem Nachwuchs eine Plattform gegeben. Am Donnerstag war Vernissage.

Adi Lippuner
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Skispringer-Legende Walter Steiner (rechts) im Gespräch mit Kunstmaler Fredi Hüppi. (Bilder: Adi Lippuner)

Skispringer-Legende Walter Steiner (rechts) im Gespräch mit Kunstmaler Fredi Hüppi. (Bilder: Adi Lippuner)

WILDHAUS. Seit 20 Jahren gehört es in Wildhaus zur lieb gewordenen Tradition, dass Vereinsmitglieder der «Wildhauser Talente» und Gastaussteller ihre Erzeugnisse aus den verschiedensten Bereichen im «Chuchitobel» der Öffentlichkeit zeigen. Dieses Jahr sind auch gegen 90 Werke von Kindern dabei. Diese sind im Foyer ausgestellt und können vom Publikum bewertet werden. Die Prämierung erfolgt heute Samstag um 17 Uhr.

Eine weitere Attraktion für den Nachwuchs ist das Gestalten eines eigenen Buttons. Jedes Kind darf, auch dies im Zusammenhang mit zwei Jahrzehnten «Wildhauser Talente», gratis seinen persönlichen Button herstellen. Musikalisch wurde die Eröffnung am Donnerstagabend durch die Wildhauser «SchlegelMusig» bereichert, welche mit einem abwechslungsreichen Repertoire überzeugte.

Heimische Werke im Zentrum

Sergio Zurlo, Präsident des Vereines «Wildhauser Talente» zeigte sich bei der Vernissage von der Phantasie der Kinder begeistert. «Wenn das unsere neuen Künstler aus der Region sind, brauchen wir uns wegen des Nachwuchses keine Sorgen zu machen.»

Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann, lobte die Vielfalt der Ausstellung. «Ich bewundere die verschiedenen Talente und ihren Mut, die Werke öffentlich zu zeigen.» Es sei eine lieb gewordene Tradition, dass alljährlich am Stephanstag heimisches Schaffen präsentiert werde.

Und weil sich das Wetter zur Ausstellungseröffnung nicht einladend präsentierte, schloss Rolf Züllig mit einem Zitat von Queen Mary: «Wenn etwas wert ist, getan zu werden, dann ist es auch wert, gut getan zu werden.» Diese Aussage soll die englische Königin gemacht haben, weil man ihr bei der Eröffnung eines Bauwerks wegen des schlechten Wetters nahegelegt hatte, ihre Handlung nur symbolisch vorzunehmen.

Gesellschaftliches Ereignis

Die Eröffnung der Ausstellung ist auch ein gesellschaftliches Ereignis. Einheimische und Gäste, aber auch Obertoggenburger, wie die Skispringerlegende Walter Steiner, welcher fern der ursprünglichen Heimat lebt, trafen sich am späteren Nachmittag des Stephanstags im «Chuchitobel». Einerseits wurden die Kontakte mit den Kunstschaffenden, andererseits zwischen den verschiedenen Besuchern gepflegt. Dazu gehörte auch das gemütliche Beisammensein in der extra aufgebauten Festwirtschaft. Bei einem Gläschen können Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres besprochen und Neuigkeiten ausgetauscht werden.

Die Ausstellung ist heute Samstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Josef Wenk (rechts) ist mit seinen Drechslerarbeiten an der Ausstellung dabei.

Josef Wenk (rechts) ist mit seinen Drechslerarbeiten an der Ausstellung dabei.

Selma freut sich über ihren Button. Betreut wird der Stand von Barbara und Katharina (von links).

Selma freut sich über ihren Button. Betreut wird der Stand von Barbara und Katharina (von links).

Die Seveler Filzkünsterlin Regula Brander (links) erklärt zwei Interessentinnen eines ihrer Werke.

Die Seveler Filzkünsterlin Regula Brander (links) erklärt zwei Interessentinnen eines ihrer Werke.

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