SCHAAN: Staunen über die Funktion des Lebens

Am Liechtensteiner Gesundheitskongress Gekon werden im September erstmals Plastinate von Ganzkörpern und Organen von Gunther von Hagens gezeigt.

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Im September sind am 1. Liechtensteiner Gesundheitskongress neben zwei Ganzkörperplastinaten Modelle von mehr als 20 Organen und Extremitäten zu sehen. Das geht aus einer Mitteilung der Veranstalter hervor. Die Faszination beim Betrachten entsteht vor allem durch die Unmittelbarkeit, mit der die Funktion des Lebens anhand dieser Modelle deutlich wird. Der Mensch schaut praktisch selbst in sich hinein. Er sieht – deutlich plastischer und unmittelbarer als bei den klassischen Schul­modellen aus Kunststoff –, wie menschliches Leben funktioniert und kann das Zusammenspiel von Nerven, Blutbahnen, Muskeln und Gelenken auf einzigartige Art und Weise nachvollziehen. Wie funktioniert das Leben? ­Diese Frage stellen sich Menschen und Wissenschafter seit Jahr­tausenden. Um das Leben zu verstehen, haben Mediziner die Anatomie des Menschen über die Jahre mit immer neueren Methoden erforscht, um die Zusammenhänge herauszufinden, die Leben möglich machen. Ein Durchbruch in der Konservierung anatomischer Präparate gelang dem deutschen Arzt Gunther von Hagens 1977 an der Universität Heidelberg: Er entwickelte mit dem Verfahren der Plastination die Möglichkeit, Organe lebensecht haltbar zu machen. (pd)

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