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SCHAAN: Hilcona: LANV beklagt «inakzeptable Zustände»

Bei einem Nahrungsmittelhersteller sollen gemäss Arbeitnehmerverband Rechtsverstösse stattfinden. Die Hilcona bestätigt die Ansetzung eines Treffens.
Michael Winkler

Unter dem Titel «Untragbare ­Un­ternehmenskultur in Traditionsunternehmen» erhebt der Liechtensteinische Arbeitnehmerverband (LANV) via Medien­mitteilung schwere Vorwürfe: «In einer Schaaner Traditionsfirma im Nahrungsmittelbereich herrschen seit geraumer Zeit inakzeptable Zustände. Nach unserem Ermessen kam es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Verstössen gegen den Gesamtarbeitsvertrag und das Arbeitsgesetz», schreibt der LANV.

«Insbesondere langjährige Mitarbeitende der Produktionsabteilungen leiden unter den Schikanen ihrer Vorgesetzten», heisst es im Schreiben weiter.

«Gespräche, bis nachhaltige Reform umgesetzt ist»

Deshalb sollten gestern Donnerstag Gespräche zwischen LANV und der Geschäftsleitung des Unternehmens stattfinden, um die Situation der Mitarbeitenden zu verbessern. Trotz vergangener Interventionen hätten sich gemäss dem Verband die Probleme ausgeweitet, weshalb der LANV beim Treffen mit der Geschäftsleitung «unverzügliche Mass­nahmen zur Verbesserung der gegenständlichen Situation» fordern werde. «Den Mitarbeitenden versichern wir, die Gespräche fortzuführen, bis eine nachhaltige Reform der Unternehmenskultur umgesetzt ist», so der Verband.

Auf Anfrage des «Liechtensteiner Vaterland» bestätigte ­Hilcona, «dass seitens des LANV eine Gesprächsanfrage eingegangen ist. Wir haben dem LANV Termine für einen entsprechenden Austausch vorgeschlagen», schreibt Hilconas Leiter Business Development & Communications, Michael von Gunten-Marotta. Zu den konkreten Vorwürfen nahm das Unternehmen vorerst nicht Stellung.

Mitarbeiter beklagen gegenüber dem «Vaterland», dass zu wenig Personal vorhanden sei. Es werde in der Produktion mit ­dreieinhalb Schichten gefahren, aber es sei nur Personal für drei Schichten vorhanden. «Kein Wunder, dass die Leute meutern oder kündigen. In manchen Abtei­lungen geben sie sich in­zwischen die Klinke in die Hand», sagte ein Mitarbeiter.

Auf Anfrage der Zeitung beim LANV ergaben sich übrigens ­weder genauere Informationen über die entsprechende Firma noch wurden Details zu den konkreten Vorwürfen bekannt. Der Verband habe sich bei der Medienmitteilung bewusst kurz gehalten, weil erfahrungsgemäss Klagen drohen. «Das hat System, weil die Akteure wissen, dass sie den LANV mit Klagen finanziell unter Druck setzen können. So werden wir bekämpft», erklärte LANV-Geschäftsführer Sigi Langenbahn auf Anfrage.

Michael Winkler

redaktion@wundo.ch

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