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SCHAAN: Bell hat mit Hilcona grosse Wachstumspläne

Bell, der Schweizer Fleischverarbeiter und Eigentümer der Hilcona, hat am Standort Schaan grosse Pläne. Investitionen in Millionenhöhe sollen ins Fürstentum fliessen.
Stephan Agnolazza

Gute Nachrichten für die Hilcona in Schaan. Ihr Eigentümer, der Basler Fleischverarbeiter Bell, plant grosse Investitionen in Liechtenstein. Das haben die Verantwortlichen am Rande der Bilanzmedienkonferenz der Bell Food Group in Basel bekannt gegeben. «Es gibt scheinbar gewisse Ängste, dass wir nicht mehr an den Fabrikationsstandort Schaan denken würden. Aber das Gegenteil ist der Fall», so der CEO der Bell Food Group, Lorenz Wyss. So sollen die unlängst gesprochenen Millionen für neue Anlagen erst der Anfang sein. Die Bell Food Group arbeite derzeit gerade an einem Masterplan für den Standort Schaan, erklärt Wyss. «Das bedeutet, dass wir mit der Zeit das Werk in Schaan neu aufsetzen werden.» Es gehe dabei um grössere Millionenbeträge, die am Standort Schaan investieren werden sollen. «Wir glauben also zu hundert Prozent an diesen Standort und werden diesen weiterentwickeln.»

Convenience Food wird immer beliebter

Dass die Bell Food Group stärker auf Convenience-Produkte setzt, erklären auch die gestern präsentierten Zahlen an der Bilanzmedienkonferenz. Während die klassischen Geschäfte in teilweise rückgängigen Märkten zu kämpfen haben, wächst der Convenience-Markt immer weiter. Unter Convenience Food versteht man halbfertige und fertige Gerichte, die nur aufgekocht werden müssen. Wyss: «Das hat auch mit geändertem Essverhalten zu tun. Die Nähe zu den Fertigmenüs ist heute eher gegeben – sie sind frisch und gut gekocht, ohne Inhaltsstoffe.» Das überzeuge immer mehr Kunden, was auch Bell spüre, wie Wyss gegenüber dem «Vaterland» erklärt: «Das Sortiment der Fertigmenüs geht ab wie eine Rakete, das kann man sagen. Wir liefern aus Liechtenstein das erste Mal Richtung Deutschland Fertiggerichte. Von daher schaue ich sehr positiv in die Zukunft, was den Standort Schaan betrifft.»

Synergieeffekte dank Hügli-Übernahme

Zu Beginn des Jahres gab Bell bekannt, dass mit der Hügli Holding AG ein weiterer Hersteller von Convenience-Produkten gekauft wurde. Dadurch erhoffen sich die Basler grosse Synergieeffekte. Wie Marco Tschanz, CFO der Bell Group, aber erklärt, wird das die Kostenseite weniger treffen: «Wir glauben, dass wir mit der Akquisition von Hügli vor allem Synergien beim Vertrieb erreichen, da sie eine ganz andere Struktur als beispielsweise die Hilcona haben.» Das werde beiden helfen. Insgesamt hat Bell im abgelaufenen Geschäftsjahr einen höheren Umsatz erzielt und mehr verdient. Geprägt wurde 2017 beim mehrheitlich von Coop kontrollierten Fleischwarenkonzern von mehreren Zukäufen und Investitionen. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 3,59 Milliarden Franken, der Reingewinn nahm um 5,9 Prozent auf 106,5 Millionen Franken zu.

Stephan Agnolazza

redaktion@wundo.ch

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