SAX/GAMS/MELS: Die Filmbranche als Ziel

Drei junge Filmemacher aus der Region schafften es mit dem Film «Consum» an den Schweizer Jugendfilmtagen 2017 auf den ersten Platz. Sie wurden mit dem «Springenden Panther» ausgezeichnet.

Heidy Beyeler
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Chandra Marquart freut sich riesig über den «Springenden Panther». (Bild: Heidy Beyeler)

Chandra Marquart freut sich riesig über den «Springenden Panther». (Bild: Heidy Beyeler)

Als die jungen Filmemacher Chandra Marquart aus Sax, Lucas Ackermann aus Mels sowie der Kameramann Ying-Kai Dang aus Gams erfuhren, dass ihr Kurzfilm «Consume» in der Kategorie C den 1. Platz erzielte, war die Freude gross. Allein die Nomination für die Schweizer Jugendfilmtage war eine Überraschung (siehe W&O vom 15. März). «Das ist mehr, als wir zu hoffen wagten», meinte Chandra Marquart.

Es sei nicht nur die Auszeichnung, die ihn und seine zwei Partner weiterbringen werde; es seien die Erfahrungen, die wir während der Entstehung unseres Projekte gemacht haben, die für die Zukunft hilfreich sein werden. «Für mich ist ‹Consume› der erste Kurzfilm, bei dem ich mitgewirkt habe», erzählt Chandra Marquart.

Beteiligte konnten aus dem Kurzfilmprojekt viel lernen
Die Idee zu diesem Film habe er gemeinsam mit Lucas Ackermann entwickelt und dann auch umgesetzt. Dabei habe er während der Produktion eine Fülle von Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen sammeln können. Auch für berufliche Visionen? «Ja, auf alle Fälle», sagt der gelernte Grafiker strahlend. Er habe erkannt, dass man sich bei kreativen Tätigkeiten wie auch beim Film schon früh in ein Thema vertiefen und selber von der Sache überzeugt sein müsse. «Beim Entschluss, einen Film über das Konsumverhalten der heutigen Gesellschaft zu realisieren, wählten wir die Form des Experimentalfilms von längstens zehn Minuten.» Allerdings hätten sie das Ausmass des Zeitaufwandes für Script des Inhaltes und der Botschaft, Suche von Protagonisten, Drehort sowie Hauptdarsteller und schliesslich für die Dreharbeit und das Schneiden des Filmmaterials vorgängig nicht abschätzen können. «Wir wussten aber, dass wir uns auf ein zeitintensives Unterfangen einlassen würden», berichtete Marquart. Alles in allem hätten ihnen die wertvollen und praktischen Erkenntnisse und Erfahrungen dafür entschädigt.

«Wir sind deshalb auch mächtig stolz, dass es uns gelungen ist, mit sehr bescheidenen Mitteln einen Kurzfilm zu realisieren, der auch entsprechende Anerkennung findet». Marquart will sein Ziel weiterverfolgen, in Zukunft im Filmbereich als Regisseur Fuss fassen zu können. Er habe während dieser Zeit gelernt, zu planen und zu organisieren sowie innerhalb des Teams Mitarbeitende zu führen. Aus diesen Erfahrungen werde er noch lange schöpfen können. Und, wie geht es weiter? «Ich werde weiter als Grafiker arbeiten, und es wird bestimmt irgendwann wieder einen Film geben, bei dem ich mitwirken werde – sei es als Drehbuchautor oder als Regisseur. Wann das sein wird, werden wir ja sehen.»

Hinweis
Der Film ist abrufbar unter www.chandramarquart.com