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SAX: «Kurzfristig geschlossen»

Eine W&O-Leserin wollte am Samstag im «Schlössli Sax» für den Abend reservieren. «Wir haben zu, wir sind in Konkurs», war die Antwort des Wirts.
Hanspeter Thurnherr
Das Schlössli Sax steht vor einer ungewissen Zukunft. (Bild: PD)

Das Schlössli Sax steht vor einer ungewissen Zukunft. (Bild: PD)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Gestern Morgen liess nichts auf der Webseite des «Schlösslis Sax» darauf schliessen, dass das Restaurant geschlossen sei. Sogar Zimmerreservierungen waren auf der aufgeschalteten Plattform weiterhin möglich. Auf Anfrage des W&O, ob das mit der Schliessung stimme, verwies der Pächter auf Beat Tinner, den Präsidenten der Schlössli Sax AG. Die AG ist Besitzerin und hat den Gastrobetrieb an die Betriebs-GmbH vermietet.

Tinner bestätigte, dass sich die AG beim Pächter über den Grund der «kurzfristigen Schliessung» erkundigt habe. Von Konkurs wolle er nicht sprechen, da noch nicht klar sei, ob seitens des Pächters wirklich ein Konkurs angemeldet sei und diesem überhaupt stattgegeben werde.

Leider habe sich – wie es aussehe – die finanzielle Lage der Pächter so weit zugespitzt, dass der Betrieb kurzfristig bis auf Weiteres geschlossen worden sei. «Der Verwaltungsrat ist vom Entscheid überrascht, ist er doch davon ausgegangen, dass der Betrieb bis zum Auslaufen des Pachtverhältnisses per 30. November aufrechterhalten bleibt», verdeutlicht Tinner. Die Schlössli Sax AG müsse damit rechnen, dass die Mietzinsen bis Ende November gefährdet seien. Vor zehn Tagen war an der Generalversammlung bekannt geworden, dass die beiden das Pachtverhältnis auf diesen Zeitpunkt nicht mehr verlängern.

Doch was ist mit den aus­stehenden Gutscheinen? Denn ­einen solchen, erst Anfang Juni ausgestellten Gutschein hätte die Leserin gerne am Samstag eingelöst. «Im Falle eines Konkurses sind die Gutscheine als Forderung gegenüber dem Pächter, sprich der Betriebs-GmbH, anzumelden», erklärt Beat Tinner.

Dies bestätigt auch Roger Bernegger, Regionalstellenleiter beim Konkursamt Buchs. «In der Regel werden solche Forderungen der 3. Klasse zugeteilt. Damit ist aber sehr unwahrscheinlich, dass es noch Geld zurückgibt», sagt Bernegger. Und dass allenfalls ein Nachfolger die Gutscheine übernimmt, wäre ein – eher unwahrscheinlicher – Goodwill, ergänzt er.

Bis gestern war beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland noch keine Konkursanmeldung erfolgt, wie Gerichtsschreiber Matthias Kuster auf Anfrage ­bestätigte. In der Regel dauere es ­einige Tage bis zur Anmeldung.

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