SARGANS/REGION: Ein prägendes Jahr findet sein Ende

Am Mittwoch feierten 36 Menschen den Abschluss des Sarganserländer Sozialjahres auf eine ungewöhnliche Art: Sie gestalteten ihre Feier selber.

Heidy Beyeler
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Die glücklichen Absolventinnen und Absolventen des Sozialjahres. (Bild: Heidy Beyeler)

Die glücklichen Absolventinnen und Absolventen des Sozialjahres. (Bild: Heidy Beyeler)

Nach dem Neustart des Sar­ganserländer Sozialjahres 2014 konnten zum dritten Mal wiederum zwei Klassen ihren Abschluss des Brückenangebotes feiern. Und das taten sie mit ­vollem Engagement. Sie ent­wickelten Ideen für ein lebhaftes Programm, das sie im Alten Kino Mels vor einem grossen Publikum präsentierten. Selbstbewusst traten verschiedene Protagonistinnen und Protagonisten auf. Moderiert wurde der Abend von den Absolventinnen selber – diverse Künstlerinnen boten ein kurzweiliges Programm: Da waren Akrobatinnen, Tänzerinnen, die einen traditionellen Kulturtanz aufführten, Sängerinnen. Sogar eine Jodlerin trat auf die Bühne und tischte den Gästen ­einen glasklaren Jodel auf. Der Applaus war denn auch ent­sprechend kräftig.

Auf ideenreiche Art vermittelten die jungen Frauen einen Einblick in ihr verbrachtes Sozialjahr, indem sie Interviews mit Mitschülerinnen machten. Da erfuhr man, wie sie das Brückenjahr verbracht haben. Sie erzählten von ihren Erfahrungen während der Praktika in einer Familie beziehungsweise in einem Betrieb. Sie berichteten aber auch über die umfangreiche Unter­stützung zur Wahl ihrer weiterführenden Ausbildung und der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle. Die Erwartungen an das Sozialjahr wurden allgemein erfüllt. In einer Fotopräsentation zeigten sie auch, wie sie gemeinsam mit ihren Gspänli humor­volle Stunden verbrachten und sehr wohl über eine gute Portion Spass verfügen und während des vergangenen Ausbildungsjahres ­viele fröhliche Stunden geniessen konnten. Im Vorfeld des öffent­lichen Auftrittes bekamen die Schülerinnen professionelle Un­ter­stützung von Romy Forlin, Präsidentin Altes Kino Mels.

«Lasst euch nie ins Abseits drängen»

Ganz am Anfang des Programms gab es aber doch noch eine kurze Ansprache – von Doris Kühne, Präsidentin Sarganserländer Sozialjahr. Allerdings gaben ihr die Organisatorinnen – sprich die Schülerinnen – dafür eine limitierte Zeit von sieben Minuten. Sie freute sich überaus, dass so viele Gäste aus der Politik und von verschiedenen Vereinen an diesem besonderen Anlass teilnahmen. Für die jugendlichen Schülerinnen und Schüler sei das vergangene Jahr wie ein Trainingslager gewesen, stellte die Rednerin fest. «In einem Training wird man viel gefordert und gefördert. Jetzt könnt ihr einen neuen Schritt ins Erwachsenenleben machen. Bleibt am Ball!» Als Symbol dafür stellte sie einen Fussball auf das Rednerpult. «Lasst euch nie ins Abseits drängen, sonst könnte es passieren, dass ihr den Blick für euer Ziel verliert», gab sie den Jugendlichen mit auf den Weg ins Erwachsenenleben. «Spielt fair! Wenn ihr nicht fair spielt, könnte es passierten, dass ihr die gelbe oder gar die rote Karte bekommt.» Eine gelbe Karte hat sich Doris Kühne jedoch selber geholt. Sie hat die vorgegebenen sieben ­Minuten nicht eingehalten, sie hat sie überschritten.

Zum Schluss motivierte Schulleiter Markus Roth die Jugendlichen mit Blick in die Zukunft: «Ich wünsche euch Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken, habt Selbstvertrauen und wagt etwas – ich glaube an euch.»

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Absolventinnen und Absolventen aus der W&O-Region

Salome Blaser, Buchs; Joshua Eggenberger, Werdenberg; Edona Kupa, Sevelen; Eljesa Mziu, Buchs; Hanna Rivera, Grabs; Sharon Schuppisser, Weite; Stefanie Taveras Hernandez, Grabs; Lucijana Vinkovic, Buchs; Rossella Virdo, Haag.