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SARGANS: Zu Besuch bei den Tüftlern

Die Betriebsbesichtigung des regionalen Arbeitgeberverbandes bei der Firma Smarterion stiess auf grosses Interesse. Das Unternehmen ist auf Sonderlösungen bei LED-Leuchten spezialisiert.
Jerry Gadient
Erklärt eine der jüngsten Innovationen aus seinem Haus: Smarterion-CEO Thomas Stepan. (Bild: Jerry Gadient)

Erklärt eine der jüngsten Innovationen aus seinem Haus: Smarterion-CEO Thomas Stepan. (Bild: Jerry Gadient)

Jerry Gadient

redaktion@wundo.ch

Den Präsidenten des Arbeitgeberverbandes (AGV) Sarganserland-Werdenberg, Markus Probst, freute es, dass man einer Firma in der Region einen Besuch abstatten konnte, die sich im High-Tech-Bereich nicht nur einen Namen in der Entwicklung, sondern auch in der Produktion gemacht hat. Thomas Stepan, CEO und Verwaltungsratspräsident des Unternehmens, sagt, die Firma sei zwar kein Start-up mehr, aber doch noch sehr jung. Die Idee zur Smarterion entstand im Ingenieurbüro Stepan Engineering. Thomas Stepan und Reto Bonderer erstellten im Nachdiplomstudiengang in BWL einen Businessplan und gründeten 2009 zusammen mit Peter Stepan die Firma. Im Jahre 2009 wurde mit farbigen LED-Linien gestartet, an der Ineltec-Messe im gleichen Jahr erhielt man den ersten grösseren Auftrag. Inzwischen beschäftigt die Smarterion 38 Mitarbeiter.

Ein Erfolgsrezept: «Sonderlösungen bringen»

Wie das die Smarterion geschafft hat und was sie in Sargans entwickelt und produziert hat, zeig- ten Geschäftsführer Thomas Stepan und Vertriebsleiter Ruedi Hug auf. «Tüfteln und Sonderlösungen bringen», nannte Hug eines der Erfolgsrezepte, und Stepan demonstrierte am Ende des Rundgangs eine der neuesten Innovationen, die es Architekten erlaubt, die Beleuchtungskörper millimetergenau und auf einfachste Weise im Bauobjekt einzuplanen. Die LED-Leuchten auf Mass sind das Alleinstellungsmerkmal der Smarterion, denn mit Massenware im LED-Bereich sei man nicht konkurrenzfähig. In dieser Lücke, der Fertigung auf Mass, bewegt sich das Unternehmen erfolgreich. Dazu kommen LED-Sonderleuchten, zum Beispiel Ringleuchten mit einem Durchmesser von bis zu fünf Metern. Das Biegen von LED-Linien ist eine Spezialität, welche in der Schweiz nur das Sarganser Unternehmen beherrscht. Dies geschieht in diffiziler Handarbeit.

Ein weiteres wichtiges Standbein seien LED-Umbausätze für konventionelle Leuchten in LED-Technologie, erklären die Tüftler. Natürlich biete man auch ein Standardleuchtensortiment an, das sich vor allem qualitativ im Markt abhebe.

Vertrieben werden die Smarterion-Produkte über ausgesuchte Leuchtenhersteller, Grosshändler und Lichthandelspartner, deren Marktkontakte genutzt werden können. So sei man mit neuen Produkten schneller auf dem Markt. «Einen Vertrieb in diesem regional stark fragmentierten Geschäft mit eigener Kraft aufzubauen, dauert zu lange und ist zudem mit hohen Kosten verbunden», wird diese Strategie erklärt.

In den wenigen Jahren des Bestehens ist nicht nur der Mitarbeiterbestand, sondern auch der Maschinenpark stark angewachsen: «Mit dem hochmodernen Fibre-Laser und der Abkantpresse konnten im Bereich der Blechbearbeitung für Leuchtengehäuse weitere Ausrufezeichen gesetzt werden», heisst es dazu. Der Laser ist vollautomatisiert und auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgelegt.

Das Wachstum hat dazu geführt, das 2016 am Standort Langgraben weitere 750 Quadratmeter Büro- und Produktionsflächen bezogen werden mussten. Dort werden mittelgrosse Serien von LED-Standardleuchten gefertigt, Grossaufträge von LED-Liniensystemen ausgeführt, und auch ein Teil der mechanischen Fertigung ist dorthin ausgelagert worden. Am «Gründungsstandort» Rheinaustrasse werden die Sonderleuchten hergestellt, das Assembling und die Konfektion von LED-Linien ausgeführt, weiter befindet sich dort das Kabelbearbeitungszentrum, das Engineering und der Vertrieb.

Hohe Schweizer Qualität ist entscheidend

Zur Frage, was der Smarterion ihren guten Ruf beschert hat, fasst CEO Thomas Stephan zusammen: «Die hohe Schweizer Qualität dank des eigens entwickelten Fertigungssystems, die Alleinstellungsmerkmale bei den hergestellten Produkten, die hohe Flexibiliät für Sonderlösungen, die Fertigungstiefe von der Mechanik bis zur Elektronik, hochmotivierte Mitarbeitende, unsere Lösungsorientierung in der Umsetzung von Kundenanfragen sowie die klare Vertriebsstrategie». Die AGV-Besucher zeigten sich beeindruckt.

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