SARGANS: Musik im Fokus beim Sarganser Kulturpreis

Mit zweijährligem Abstand wird der Sarganser Kulturpreis Gonzen verliehen. In diesem Jahr hat die Musik ganz stark im Brennpunkt gestanden. Roland Wermelinger sagte: «Wir haben noch viele Namen für das nächste Mal.»

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Im Kino Castels haben bei grossem Publikumsaufmarsch am vergangenen Samstagmorgen Maruja Laukas, Stephan Wildhaber sowie Betty und Ernest Grob den Gonzen Kulturpreis überreicht bekommen. Die Laudatoren wussten dabei die Preisträger auf spannende und überraschungsreiche Art zu würdigen.

Die jüngste Preisträgerin

Maruja Laukas wurde durch ihren Götti vorgestellt. Mit der Bemerkung «Politiker sind sachlich, nicht korrupt und sprechen nur die Wahrheit», hatte er die Lacher auf seiner Seite und auch gleich begründet, warum er als Götti auch berufen sei, das Leben der seit 8036 Tagen musikalisch tätigen Preisträgerin zu würdigen. Bereits die Eltern hätten die musikalischen Gene besessen «und so kam es, wie es kommen musste», führte er aus. Oehri schilderte den musikalischen Lebensweg, der bis zur Musikhochschule Luzern und zur pädagogischen Hochschule führte. Hinweise zur Ausbildung in Tanz, Orgel und Klavier, zum Mitmachen in verschiedenen Kammermusikensembles und Orchestern liessen das Publikum staunen. Bereits an andern Orten hatte die jüngste Kulturpreisträgerin von Sargans bei Musikwettbewerben erste Preise gewinnen können. Zusammen mit einem kleinen «Familien- und Lehrerorchester» zeigte Maruja Laukas in der Folge mit einem Stück von Schubert und einem Tango etwas von ihrem Können – natürlich meisterhaft gespielt.

Strukturiert und visualisiert beleuchtete danach Felix Rüegg, zur Zeit Schulleiter in Schmerikon, das Leben von Stephan Wildhaber. Anhand eines Violinschlüssels folgte auf einer Art von Flipchart Buchstabe um Buchstabe. Mit dem S wies er auf Stephan und Schule hin, engagiert gewesen sei er unter anderem bei einem vertonten «1 × 1» oder bei der Produktion von Lehrmitteln. Das T galt dem Theater – Wildhaber habe Musik und Theater bestens verbinden können. Mit dem E war Ella gemeint, für die Songs entstanden sind und das P wies auf das Stichwort «professionell» hin. Das H setzte Rüegg für Harmonie und «Hundert geschriebene Songs». Das A sollte schliesslich an das Alte Kino Mels, bei dem der Preisträger Gründungsmitglied war, erinnern und das N galt zuletzt wieder den (musikalischen) Noten.

Spuren an vielen Orten

Es sei beinahe nicht möglich, das Wirken von Betty und Ernest Grob umfassend zu würdigen, meinte Max Feigenwinter zu Beginn seiner Ansprache. Ernest habe ein musikalisches Elternhaus gehabt, Klavier und Saxaphon gespielt, Jazz und klassische Musik immer geliebt. Für Ernest Grob sei es immer ein Anliegen gewesen, Leben ins Städtli zu bringen. Gelungen ist ihm das mit dem Jazzclub und dem Jazzfestival sowie mit dem von ihm initiierten Oster- und Weihnachtsmarkt. Betty Grob bezeichnete der Redner zusammen mit Ernest als starke Persönlichkeit. Als Galeristin pflegte Betty Kontakte zu Künstlern und vermochte sich für die Malerei zu begeistern. Abschliessend machte Max Feigenwinter klar: «Betty und Ernest sind ein Teil von Sargans, sie sind ein Beispiel für viele.» (kdk)