SARGANS: Das Todesopfer war Wirt

Der Italiener, welcher am Samstagabend gewaltsam ums Leben kam, hat bis vor kurzem das Restaurant Aeuli in Vilters geführt.

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Hier hat der Verstorbene gewirtet: An der Türe des Restaurants Aeuli hängt jetzt ein Schild «Geschlossen, Neueröffnung».Bild Patricia Hobi

Hier hat der Verstorbene gewirtet: An der Türe des Restaurants Aeuli hängt jetzt ein Schild «Geschlossen, Neueröffnung».Bild Patricia Hobi

Zwei Tage ist es her, seit es beim Sarganser Clublokal Capannina zu einem Tötungsdelikt kam. Ein 40-jähriger Italiener starb an einer Schussverletzung. Der 28-jährige mutmassliche Täter stellte sich der Polizei noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag (Ausgabe von gestern).

Das Todesopfer hat man in der Region gekannt. Er wirtete über ein Jahr lang im Restaurant Aeuli in Vilters. Der Vertrag sei allerdings auf Ende März dieses Jahres gekündigt worden, erklärt der Eigentümer des «Aeuli», Peter Gamper. Anfangs ist das Lokal gut gelaufen. Später hätten die Pächter mit finanziellen Problemen zu kämpfen gehabt, so Gamper. Er selber hatte das Vilterser Restaurant mit seiner Frau 22 Jahre geführt. Ein Vertrag mit einem neuen Pächter sei bereits unterzeichnet, sagt Gamper. Vorerst stünden im «Aeuli» Restaurationsarbeiten an. Nun müsse noch die Bewilligung der Gemeinde eingeholt werden.

Der Club Capannina in Sargans, wo sich der tragische Vorfall am Samstag ereignet hat, ist ein beliebter Treffpunkt für Italiener aus der Region. Was zwischen den beiden Männern ­vorgefallen war und wie dies mit dem Tötungsdelikt zusammenhängt, darüber gibt es noch keine gesicherten Informationen.

Untersuchungshaft beantragt

Aber naturgemäss kursieren ­Gerüchte; diese drehen sich zur Hauptsache ebenfalls um finanzielle Probleme. Seltsam nehmen sich nach der Gewalttat diverse Facebook-Posts des Opfers aus. Möglicherweise fühlte er sich bedroht. Ein Facebook-Beitrag zeigt etwa eine Pistole und den Spruch «Liebe, wer dich liebt. Zerstöre, wer dich entehrt.» Weitere ähnliche Posts hatte er in letzter Zeit hochgeladen.

Laut Mitteilung der Kantonspolizei von gestern wird die Staatsanwaltschaft Antrag auf Untersuchungshaft gegen den 28-jährigen Beschuldigten stellen. «Das Tatmotiv wie auch die Tatumstände sind nach wie vor Gegenstand der laufenden Ermittlungen», heisst es. Die Kantonspolizei bittet weiterhin um Mithilfe, falls Personen Hinweise zum Tötungsdelikt geben können (Telefon 058 229 49 49). (pat)