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SALEZ: Weniger Steuern und Gebühren

Nebst Schulhaussanierungen waren der 5,1 Mio. Fr. hohe Ertragsüberschuss der Rechnung 2017, der Werkhof sowie die Brücke über die Wisle – die nicht ersetzt wird – Themen beim Anlass «Die Behörden informieren».
Die Turnhalle Türggenau muss saniert werden. (Bild: Corinne Hanselmann)

Die Turnhalle Türggenau muss saniert werden. (Bild: Corinne Hanselmann)

Corinne Hanselmann

Die Schülerzahlen steigen in den kommenden Jahren an, wie die Schulratspräsidentin Laila Roduner zu Beginn von «Die Behörden informieren» am Montagabend im Mehrzweckgebäude Salez erläuterte. Rund 40 Personen besuchten den Anlass. 555 Kinder werden in der Gemeinde Sennwald aktuell beschult, im Schuljahr 2019/2020 werden es voraussichtlich 586 Kinder sein. Weiter informierte sie über den aktuellen Stand bei der Einführung des neuen Lehrplans. Mehrere Weiterbildungen für die Lehrkräfte fanden statt, weitere werden folgen.

Die Rechnung der Schule konnte mit 10,4 Mio. Fr. und einer Besserstellung von 1,6 Prozent gegenüber dem Budget abschliessen. Für 2018 werden rund 10,8 Mio. Fr. budgetiert. Die Mehrausgaben erklärte Roduner unter anderem mit notwendigen Massnahmen im Informatikbereich wie WLAN und Zugriff auf zentralen Server von allen Schulhäusern, neuem Lehrmaterial etwa im Bereich Robotik, anstehenden Revisionsarbeiten sowie den Planungskosten in der Höhe von 72000 Fr. für die Sanierung der 34-jährigen Turnhalle Türggenau. Neu gemacht werden muss dort unter anderem der Bodenbelag, die Fensterfront, der Sonnenschutz, die Beleuchtung und die Isolation der Wände. Für das Jahr 2018 sind erst einmal Abklärungen im Bereich der Statik und Erdbebensicherheit geplant, bevor im 2019 dann die Arbeiten in Angriff genommen werden sollen. Noch in diesem Jahr wird die Fassade und der Dachanschluss beim alten Teil des Schulhaus Haag für 280000 Franken saniert.

Kehrichtgrundgebühr wird um zehn Franken gesenkt

Der Gemeindepräsident Peter Kindler kam anschliessend zuerst auf den guten Rechnungsabschluss 2017 zu sprechen. Der Ertragsüberschuss beträgt 5,1 Mio. Franken. «Bei einem Gesamtumsatz der Einheitsgemeinde von rund 45 Millionen entspricht das etwas mehr als 10 Prozent», so Kindler. Der Mehrertrag stammt zum grössten Teil aus dem Bereich Steuern – allein 1,2 Mio. Fr. mehr kamen von natürlichen Personen. Das Budget 2018 sieht – vorausgesetzt, die Bürgerversammlung stimmt der geplanten Steuerfusssenkung um 12 % auf neu 98 % zu – einen Aufwandüberschuss von 150000 Franken vor.

Die Sennwalderinnen und Sennwalder dürfen sich über Kostensenkungen freuen: Bei der Feuerwehrersatzabgabe wird der Maximalbetrag von 450 auf 350 Fr. gesenkt. Die Kehrichtgrundgebühr wird zudem von 90 auf 80 Franken gesenkt. Der Jugendförderbetrag, der an Vereine verteilt wird, wird von 40000 auf 50000 Franken erhöht. Der Bürgerversammlung am 26. März werden zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 700000 Franken beantragt. Das Eigenkapital wird danach 18,7 Mio. Fr. betragen. Ob die Finanzen von Sennwald auch in Zukunft so rosig aussehen, lässt Kindler offen. «Die Unternehmenssteuerreform, die unbestritten in einiger Zeit kommen wird, die trifft dann Sennwald», warnt er. Dann gebe es weniger Steuern von juristischen Personen.

Abstimmung Werkhof im Herbst 2018

Im Jahr 2018 will die Gemeinde 4,7 Mio. Fr. investieren. Nebst Schulhaussanierungen nennt Kindler die Wasserversorgung, die Fernwärmeleitung LZSG-Türggenau sowie Gewässerverbauungen in Sax.

Einen Schritt weiter ist das Projekt Werkhof, das «bereits einige Schlaufen und Ehrenrunden gedreht hat», wie Kindler sagt. Nach einem Architekturwettbewerb hat der Gemeinderat dem Gewinner Daniel Eggenberger aus Altstätten den Aufrag gegeben, ein Bauprojekt auszuarbeiten. Das Projekt sieht am jetzigen Standort des Werkhofs in Frümsen den Abriss der alten und den Neubau von zwei Gebäuden vor. Die Baukosten werden rund 2,5 Mio. Fr. betragen. Über dieses Projekt werden die Bürger im kommenden Herbst abstimmen.

Wisle-Brücke wird nicht ersetzt

Schliesslich informierte der Gemeindepräsident noch darüber, dass die Brücke über die Wisle in Salez nicht ersetzt wird. Rund 90000 Franken würde eine neue Fussgängerbrücke kosten. Dies ergaben die Abklärungen des Gemeinderates,nachdem sich einige Salezerinnen und Salezer im Dezember über den ersatzlosen – und in der Bevölkerung zuvor nicht kommunizierten – Abbruch der Fussgängerbrücke über die Wisle beschwerten (der W&O berichtete). Wie der Sennwalder Gemeindepräsident Peter Kindler nun erklärte, stehen diese Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen. Der Gemeinderat entschied sich deshalb gegen einen Ersatz des bei Fussgängern und Velofahrern beliebten «Brüggli» – auch weil man 250 Meter bachaufwärts die Rheinhof-Brücke benutzen kann.

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